Häufiger alarmiert: Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr zu 508 Einsätzen gerufen.

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Am 5. Februar wurde bei Auskiesungsarbeiten in der Nähe des Kaarster Verkehrsübungsplatzes eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe gefunden. Sie wurde unschädlich gemacht. Polizei und Feuerwehr sicherten das Gelände.

Am 5. Februar wurde bei Auskiesungsarbeiten in der Nähe des Kaarster Verkehrsübungsplatzes eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe gefunden. Sie wurde unschädlich gemacht. Polizei und Feuerwehr sicherten das Gelände.

Keller und Wohnungen liefen im Juli voll Wasser, Gärten und Höfe waren überflutet, Straßen überschwemmt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

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Am 5. Februar wurde bei Auskiesungsarbeiten in der Nähe des Kaarster Verkehrsübungsplatzes eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe gefunden. Sie wurde unschädlich gemacht. Polizei und Feuerwehr sicherten das Gelände.

Kaarst. Die Kaarster Feuerwehr hatte 2009 alle Hände voll zu tun: Die Einsatzkräfte mussten im vergangenen Jahr 508-mal ausrücken. Das sind 130 Einsätze mehr als im Jahr 2008 und 90 Einsätze mehr als im Jahr davor.

"Jahrhundert-Unwetter": Kampf gegen Wassermassen

Warum so oft? "Die Zunahme der Einsätze hängt mit der Unwetterlage am 3. Juli zusammen", erklärt Stefan Breitfeld von der Freiwilligen Feuerwehr. Denn Kaarst wurde wie ungezählte andere Städte am Niederrhein von dem "Jahrhundert-Unwetter" des 3.Juli eiskalt erwischt: Keller und Wohnungen liefen voll Wasser, Gärten und Höfe waren überflutet, Straßen überschwemmt.

Wegen der vielen Notrufe musste die Feuerwehreinsatzzentrale damals mit einem weiteren Mitarbeiter besetzt werden, erinnert sich Breitfeld. "Allein im Zeitraum zwischen 17.45 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 160 Einsätze wegen Wasser- und Sturmschäden abgearbeitet", berichtet der Feuerwehrmann.

Schwerpunkte waren Vorst, Holzbüttgen und die Kaarster Innenstadt. Kräfte aus Dormagen, Grevenbroich und Korschenbroich mussten unterstützend eingreifen.

Im vorigen Jahr gab weitere wetterliche Besonderheiten: Weil es Anfang des Jahres über mehrere Tage extrem kalt war, führte die Feuerwehr eine Eisrettungsübung am Kaarster See durch.

Und es gab Neuerungen: "Im vergangenen Jahr haben wir einen weiteren hauptamtlichen Gerätewart eingestellt", sagt Breitfeld. "Er ist für die Pflege und Wartung der Gerätschaften und alle Feuerwehrfahrzeuge zuständig." Denn auch in technischer Hinsicht hat sich 2009 einiges getan:

Die Stadt Kaarst legte sich jeweils einen Defibrillator für den Löschzug Kaarst und Büttgen zu. "Für die Löschfahrzeuge wurden zudem diverse Wassersauger und moderne Tauchpumpen der neuesten Generation angeschafft", berichtet Breitfeld. "Das Alter und die zunehmenden Unwetterlagen machten diesen Schritt unumgänglich", sagt der Brandbekämpfer.

Was die Wehrleute besonders freut: Beim Dräger Safety-Feuerwehr-Website-Wettbewerb wurde die Feuerwehr Kaarst 2009 für ihren Feuerwehrinternetauftritt ausgezeichnet, mit vier von fünf erreichten "Helmen".

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