Bernd Espeter gibt den Vorsitz des Initiativkreises (IK) Kaarst-Total an Sascha Hermans-Thun ab, bleibt aber Mitstreiter.

Kaarst. Neun Jahre lang war er Sprecher des Initiativkreises (IK) Kaarst-Total: Bernd Espeter, Inhaber des gleichnamigen Planungsbüros in Kaarst. Damit ist seit diesem Jahr Schluss. Nicht aber mit seinem weiteren Engagement im IK und somit für das weit über die regionalen Grenzen bekannte Kaarster Stadtfest. Denn der Diplom-Ingenieur ist überzeugt: „Was wir hier einmal im Jahr auf die Beine stellen, ist großartig. Da schaut sogar Düsseldorf neidisch zu uns rüber.“

Sein Nachfolger als Vorsitzender und somit Sprecher des IK wird Sascha Hermans-Thun. Seit elf Jahren ist der gebürtige Mönchengladbacher mit seiner Tischlerei in Kaarst ansässig und wurde fast zeitgleich Mitglied des 16-köpfigen Initiativkreises. „Es ist fantastisch, was wir in unserer kleinen Stadt umsetzen können“, erklärt Hermans-Thun sein Engagement.

Vertreter beziehungsweise Geschäftsführer zahlreicher Kaarster Unternehmen sind im Initiativkreis ebenso aktiv wie Dieter Güsgen, Leiter des Bereichs Kultur und Stadtmarketing, als Vertreter der Stadt. Für sie alle gilt: Sobald das Stadtfest, das immer am ersten September-Wochenende stattfindet und 2016 bereits zum 18. Mal ausgerichtet wurde, beendet ist, beginnen die Planungen fürs nächste Kaarst Total. „Nach dem Fest ist vor dem Fest – so lautet unser Motto“, sagt Espeter. Denn Kaarst Total sei vor allem ein musikalisches Fest und deshalb müssten die Planungen bereits frühzeitig beginnen.

„Die wichtigste Einnahmequelle von Künstlern sind mittlerweile die Auftritte“, erklärt Hermans-Thun: „Deshalb müssen wir uns frühzeitig beraten, welche Musikrichtung wir wollen und welche Künstler in Frage kommen.“ Zunächst müsse daher der Top-Act auf der wichtigsten Bühne, der Sparkassenbühne, stehen, so Espeter. Hier waren Künstler und Bands wie Frida Gold, DJ Ötzi, Luxuslärm, HBlockx oder Glasperlenspiel in den letzten Jahren vertreten. „Wir lernen jedes Jahr aufs Neue“, sagt Espeter: „Guildo Horn beispielsweise war ein Riesenerfolg, auch Roberto Blanco war richtig super. Dagegen war Mark Medlock unser schlimmster Reinfall.“ Wichtig sei der Bekanntheitsgrad der Künstler. „Unser Ziel ist es, große Namen zu verpflichten. Denn die ziehen überregional nach Kaarst“, sagt Espeter. Doch die Gagenforderungen werden immer höher und die Sicherheitsauflagen immer größer. Herausforderungen, die der IK nur mit Unterstützung von rund 160 Unternehmen, Vereinen und Institutionen angehen kann.

Wer im September 2017 Top-Act sein wird, stehe noch nicht fest, so Espeter und fügt lachend hinzu: „Selbst wenn wir bereits einen Künstler oder eine Band unter Vertrag hätten, vor August wird das nicht verraten.“ Dann ist die alljährliche Pressekonferenz zu Kaarst Total, bei der das Programm vorgestellt wird. Das Einzige, was er bislang preisgeben mag: „2017 wird es keine härtere Rockschiene geben – das hatten wir jetzt öfter.“

Das Stadtfest soll interaktiver und moderner werden

Seit 1999, also von Beginn an dabei ist die Eventagentur Fritz-Event-Marketing, die das gesamte unternehmerische Risiko trägt. Sascha Hermans-Thun hat sich als neuer Sprecher des IK vorgenommen, das Stadtfest moderner und interaktiver zu gestalten. Vorstellbar sei eine Vernetzung der Bühnen per Leinwand sowie Aufnahmen des Publikums im Hintergrund. Doch noch sei dies Zukunftsmusik. Hermans-Thun: „Ich möchte dazu beitragen, Kaarst Total auf diesem Niveau zu halten.“

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