Viertklässler verschenken zu den Sommerferien ihre Ranzen, Sponsoren bestücken sie mit neuem Material.

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Schulranzen-Helfer: Julia, Nils, Katharina, Christa Roehlike, Justin, Petra Fröhlings, Renate Vander, Lars, Dieter Grimm und Peter Vander.

Schulranzen-Helfer: Julia, Nils, Katharina, Christa Roehlike, Justin, Petra Fröhlings, Renate Vander, Lars, Dieter Grimm und Peter Vander.

Büntig

Schulranzen-Helfer: Julia, Nils, Katharina, Christa Roehlike, Justin, Petra Fröhlings, Renate Vander, Lars, Dieter Grimm und Peter Vander.

Kaarst. In der kleinen 10.000-Einwohner-Stadt Caransebes im Westen Rumäniens herrscht wie in weiten Teilen des Landes große Armut. "Man muss die traurigen Zustände in dieser Stadt miterlebt haben, um sich das vorstellen zu können", sagt Peter Vander von der Aktion Rumänienhilfe des Caritasverbandes Ratingen. Auch Kaarster Schüler beteiligen sich nun an einem Hilfsprojekt.

Hilfe für die Kinder von Caransebes

Um vor allem den Kindern zu helfen, die in Caransebes nur unter schwierigsten Verhältnissen eine Schulbildung erhalten können, beteiligt sich die Kaarster Grundschule Stakerseite an einem Hilfsprojekt des Ratinger Caritasverbandes. Bis zum Beginn der Sommerferien laufen noch die letzten Vorbereitungen für das "Schulranzenprojekt".

Die Viertklässler der Schule wollen ihre Schultornister spenden. Die werden dann vom Sponsor, dem Service-Club "Soroptimist International", mit neuen Schulmaterialien wie Stiften, Heften und Malkästen bestückt und gleich auf dem Schulhof in einen Lastwagen der Rumänienhilfe geladen.

Peter Vander, der schon oft zu Hilfs- und Spendenaktionen in Rumänien unterwegs war, wird die Schulausrüstung mit seinem Kollegen Dieter Grimm direkt von der Kaarster Grundschule zu den bedürftigen Schulen in Caransebes fahren.

"An vielen Schulen dort gibt es keine richtigen Tafeln. Die Schüler sitzen an Tischen, die über ein halbes Jahrhundert alt sind. Und oft gibt es nicht einmal Leitungswasser in den provisorisch ausgestatteten Schulgebäuden", erzählt Grimm. Er ist deshalb umso erfreuter, dass sich die Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite an dem Hilfsprojekt beteiligt.

"Meine Schwester hat mir davon berichtet, dass dieses Projekt im letzten Jahr an einer Schule in Wersten erfolgreich gelaufen ist. Da habe ich direkt an unsere Grundschule gedacht", sagt Schulpflegschaftsvorsitzende Petra Fröhlings.

Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Schulunterricht an den rumänischen Grundschulen werde so auch den Kaarster Grundschülern vermittelt, dass es Menschen gebe, denen es schlecht geht. "Durch dieses Projekt wird den Schülern der Sinn für Hilfe und Unterstützung nachhaltig nähergebracht. Man muss alte Tornister nicht gleich wegwerfen, sondern kann sogar noch etwas Gutes damit tun", sagt Fröhlings.

Auch ihr zehnjähriger Sohn Lars aus der 4b wird am 14. Juli seinen Tornister gern weitergeben. "Es ist doch schön, wenn man anderen Kindern helfen kann, denen es nicht so gut geht", sagt er. Deshalb soll das Projekt künftig dauerhaft durchgeführt werden.

In jedem Schuljahr will man mit Unterrichtsmaterialien bestückte Schulranzen an rumänische Schulen schicken. Mit dem "Schulranzenprojekt" nimmt die Grundschule gleichzeitig noch an einem Bildungsprogramm der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) mit dem Schwerpunkt "Schule der Zukunft - Agenda 21 in der Schule" teil.

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