Eine Umwandlung der ISG nach dem Landesgesetz ist gescheitert. Der Verein macht auf freiwilliger Basis weiter. Vor den Sommerferien ist ein Fest auf dem Rathausplatz geplant.

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Das ursprüngliche Plangebiet für die Innenstadt ist um das Rathauskarree (links) an der Alten Heerstraße und um die östliche Seite der Maubisstraße erweitert worden.

Das ursprüngliche Plangebiet für die Innenstadt ist um das Rathauskarree (links) an der Alten Heerstraße und um die östliche Seite der Maubisstraße erweitert worden.

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Das ursprüngliche Plangebiet für die Innenstadt ist um das Rathauskarree (links) an der Alten Heerstraße und um die östliche Seite der Maubisstraße erweitert worden.

Kaarst. Vor drei Jahren wurde die Rahmenplanung für die Innenstadt vorgestellt. Darin ist festgelegt, wie sich die Kaarster Stadtmitte entwickeln soll, wo noch Gebäude errichtet werden können. Ziel des Plans ist, die Innenstadt zu attraktivieren, damit die Kunden in Kaarst bleiben und nicht abwandern.

An der Planung haben viele mitgewirkt: Immobilienbesitzer, Geschäftsleute, Vertreter der Stadt sowie externe Berater wie Architekten und Stadtplaner. Dazu wurde der Verein ISG (Immobilien- und Standortgemeinschaft) Kaarst-Mitte gegründet. "Das ist ein Sonderfall, dass auch die Stadt von Anfang beteiligt war. Das war in anderen Kommunen anders", erläutert der Technische Beigeordnete Manfred Meuter. Für dieses Modell bekam die Stadt von der Landesregierung vor fünf Jahren eine Förderzusage.

"Man hat den Eindruck, dass nach der Entwicklung des Rahmenplanes nicht viel geschehen ist", sagt Anneli Palmen (SPD). Und tatsächlich ist noch kein Bauvorhaben verwirklicht worden. "Es viel passiert, aber das meiste im Hintergrund. Unser Tief vom Dezember haben wir durchschritten", sagt Rainer Hartmann, Vorsitzender der ISG Kaarst-Mitte. Er meint damit, dass eine Umwandlung des Vereins in eine ISG nach der Vorgabe des neuen Landesgesetzes an der Eigentümer-Quote gescheitert. "Jetzt machen wir trotzdem auf freiwilliger Basis weiter", erläutert. Zudem hat die ISG die Fläche erweitert: Zuvor konzentrierte sich die Arbeit auf die Rathausarkaden und das Maubiscenter. Nun ist noch das Rathauskarree sowie die östliche Seite der Maubisstraße hinzugekommen, so dass die ganze Stadtmitte in die Planung einbezogen wird.

Künftig wollen die Händler bei werblichen Aktivitäten und Aktionen stärker zusammenarbeiten. "Am Donnerstag wird sich die Werbegemeinschaft Kaarst-Mitte auflösen. Die meisten Händler sind bereits Mitglied, die restlichen wollen dann der ISG beitreten", sagt Hartmann. Nach dem Oster- und Maimarkt plant die ISG auch ein Sommerfest für Ende Juni. "Vielleicht gibt es dann einen Swimming-Pool auf dem Rathausplatz. Aber wir sind noch mitten in Gesprächen."

Auch mit den geplanten Bauvorhaben geht es voran. Gegenüber den Rathausarkaden soll eine Ladenpassage in Tropfenform (sie ist zum Kreisverkehr abgerundet), das so genannte "Maubistor" entstehen. Im Bauausschuss haben die Politiker den ursprünglichen Vorschlag abgelehnt und Nachbesserungen gewünscht. Die Verkaufsfläche ist verkleinert worden. Ein geplantes Parkdeck wird es nicht geben. Auch wird es nicht mehr so nah an die Fahrbahn heranreichen. "Wir warten jetzt darauf, dass der Investor auf der Grundlage der neuen Eckdaten einen überarbeiteten Entwurf für den Bebauungsplan vorlegt", sagt Meuter.

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