Die Taucher der TSC Kaarst feiern das Jahresende mit einem Silvestertauchen.

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Thorsten Grünke und Detlef Oldach sind bereit für den Tauchgang.

Thorsten Grünke und Detlef Oldach sind bereit für den Tauchgang.

Büntig

Thorsten Grünke und Detlef Oldach sind bereit für den Tauchgang.

Kaarst. Als die Taucher des Kaarster Tauch Sport Clubs (TSC) am Silvestertag ihre Ausrüstung anlegen, ist es draußen nur knapp über null Grad. Doch das hält die Sportler nicht davon ab, in den vier Grad kalten See abzutauchen.

Dieses Silvestertauchen hinab in die Gründe des Sees ist eine Tradition, die so alt ist, wie der 1976 gegründete Verein selbst. Vereinsvorstand Volker Pieper: "Es ist die Mischung aus der Lust an der Schwerelosigkeit, die unter Wasser herrscht, und der Neugier, die Welt da unten zu erkunden. Auch zu dieser Jahreszeit." Ob Tauchen süchtig machen kann, beantwortete Pieper damit, dass er selbst auf rund 200 Tauchgänge pro Jahr kommt.

Der besondere Reiz des Wintertauchens besteht aber nicht an der Lust auf das eisige Wasser, sondern darin, dass die Taucher ihr Revier völlig verändert vorfinden. Im Dezember ist auch die Unterwasserflora im Winterschlaf. Geschützt durch Neoprenanzüge wird der Tauchgang im Winter auch nicht zur Gefrierrunde. "Der Kaarster See war bis vor sechs Jahren der beste Tauchsee der ganzen Gegend, es kamen viele Taucher auch ohne Genehmigung her, um die klare Sicht zu nutzen und die interessanten Unterwasserformationen zu erkunden", erinnert sich Florian May, der seit 15 Jahren im Verein taucht. Um diesen idealen Status wieder zu erreichen, versenkten die Vereinsmitglieder im Sommer 2009 zwei Riffe, an denen sich Schnecken und Muscheln ansiedeln und den See von Schwebestoffen befreien sollen.

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