Beim traditionellen Ball von Carolus Kaarst hielt es keinen auf den Stühlen.

Hans-Peter Grabowski avancierte als Mireille Mathieu zum Publikumsliebling.
Hans-Peter Grabowski avancierte als Mireille Mathieu zum Publikumsliebling.

Hans-Peter Grabowski avancierte als Mireille Mathieu zum Publikumsliebling.

Stefan Büntig

Hans-Peter Grabowski avancierte als Mireille Mathieu zum Publikumsliebling.

Kaarst. Die Travestie gilt gemeinhin als schwierige komödiantische Darstellungsform. Und nur selten gelingt die Umsetzung so gekonnt wie bei den Herren gesetzten Alters des Carolus-Elferrats. Von deren Können überzeugten sich am Samstagabend die Besucher des traditionellen Carolus-Galaballs im Kaarster Park Inn Hotel.

Für das Nummerngirl alias Volker Zachel gab es Sonderapplaus

Als Thema hatten die Akteure Paris gewählt, und heraus kam eine unterhaltsame und mit viel Fleiß eingeübte Bühnenshow. Viele Stunden hatte die Choreografin Zusannah Olah zuvor im Boxraum der SG Kaarst aufgewendet, um den Darstellern angemessene und zumutbare Bewegungsabläufe beizubringen. Als Lohn für diese Mühe quittierten die rund 220 Besucher der ausverkauften Gala die Darbietung mit viel Applaus, Jubelrufen und Blumen.

Gekonnt trällerte Mireille Mathieu alias Hans-Peter Grabowski ihre Lieder und avancierte zum Publikumsliebling. Viel Applaus erhielt auch Edith Piaf, die an diesem Abend von Karsten Kremser gespielt wurde. Mit Franz Stubert als Yves Montand und Dieter Hallen als Gilbert Becaud gab es zudem wunderbare Parodien, die die Damen begeisterten.

Einen verdienten Sonderapplaus bekam Nummerngirl Volker Zachel, das kokettierend die einzelnen Programmpunkte ankündigte. Harald Östreich und sein "Damenballett" erinnerten an Johannes Heesters Glanzzeiten - und die Cancan-Zugabe der Damen zeugte von den akrobatischen Fähigkeiten des Elferrats.

Weil das Programm der Carolus-Gala schon in der Vergangenheit vor allem durch Vielfältigkeit geprägt war, setzte Vorstand Hans-Peter Grabowski auch in diesem Jahr auf Abwechslung: Mit Büttenredner Wolfgang Reich kam wortgewandter Karneval in den Saal, und als schließlich die Stimmungsband "Die Rübedeuker" die Bühne betrat, blieb kein Narr auf seinem Stuhl sitzen. Das allerdings ist bei den Carolingern ohnehin selten der Fall, schließlich hielt es die Gäste auch zwischen den einzelnen Darbietungen nur selten auf den Plätzen.

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