Die Stadt baut die Plätze für Kinder unter drei Jahren Schritt für Schritt aus. Investitionsanträge für Umbauten sind jetzt gestellt.

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Die Kindertageseinrichtungen sollen im nächsten Jahr umgebaut werden: Es gibt neue Räume zum Schlafen und Essen und für Bewegung.

Die Kindertageseinrichtungen sollen im nächsten Jahr umgebaut werden: Es gibt neue Räume zum Schlafen und Essen und für Bewegung.

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Die Kindertageseinrichtungen sollen im nächsten Jahr umgebaut werden: Es gibt neue Räume zum Schlafen und Essen und für Bewegung.

Kaarst. Die Investitionsanträge an das Landesjugendamt sind verschickt. Wie berichtet, werden die Betreuungsplätze für unter Dreijährige (U3) ausgebaut. Dazu gibt es von Bund und Land das Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013". Ziel ist es, dass ein Drittel der unter Dreijährigen im Jahr 2013 einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagespflegeperson hat.

Um das zu erreichen, hat die Stadt beschlossen, nicht alle Kindertageseinrichtungen auf einmal umzubauen, sondern schrittweise vorzugehen. Denn alle Einrichtungen müssen umgebaut werden. Weil Kindergartenkinder jeden Alters mittlerweile oft über die Mittagszeit betreut werden, fehlen in vielen Einrichtungen ausreichend große Küchen und Essräume, auch Schlafräume werden ebenso wie Bewegungsräume benötigt. Die Stadt hat jetzt für drei städtische und für fünf katholische Kindergärten die Bauplanungen in Zusammenarbeit mit Architekten erstellt.

In der Kindertageseinrichtung (Kita) Alte Heerstraße und der Büdericher Straße sind jeweils zwei U3-Gruppen geplant. In der Kita Thüringenstraße hat man drei U3-Gruppen vorgesehen. "Davon ist eine als integrative Gruppe angedacht, und deshalb gibt es dort wegen der intensiveren Betreuung nur zwei bis vier U3-Plätze", erläutert Ute Schnur, Leiterin des Jugendamtes.

Für die Katholischen Einrichtungen Martinus, Benedictus und Sieben-Schmerzen-Mariens sind jeweils zwei U3-Gruppen vorgesehen. "Daraus ergibt sich in diesen Kindertageseinrichtungen jeweils eine Fördermöglichkeit von 16 U3-Plätzen. Die müssen nach dem Investitionsprogramm auch von der Stadt beantragt werden. Die jeweiligen Träger müssen einen Anteil von 10Prozent übernehmen", sagt Schnur.

Für den Umbau der städtischen Tageseinrichtungen muss Kaarst rund 175 000 Euro übernehmen und für das kommende Jahr im Haushalt bereitstellen. Die maximale Zuschussförderung bei der Einrichtung von U3-Plätze beträgt 20 000 Euro je Platz. Für die geplanten 50 neuen Betreuungsplätze rechnet die Stadt daher mit einem Zuschuss von einer Million Euro. Mit den Umbauten soll dann spätestens im nächsten Jahr begonnen werden.

Weitere Planung: Die Kindertageseinrichtungen der Diakonie Neuss-Süd an der Oststraße und an der Elchstraße sowie die Kindergärten der Elterninitiative Zapageck und Buntakuntla befinden sich noch in der Planungsphase. "Zurzeit wissen wir noch nicht, wann die Bauplanungen antragsreif zur Verfügung stehen", sagt Schnur.

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