Die Kindertagesstätten am Robert-Bunsen- und Geranienweg werden für insgesamt 525 000 Euro umgebaut.

Der Jugendhilfeausschuss hat am Dienstagabend die Weichen für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren an zwei Kindergärten gestellt.
Der Jugendhilfeausschuss hat am Dienstagabend die Weichen für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren an zwei Kindergärten gestellt.

Der Jugendhilfeausschuss hat am Dienstagabend die Weichen für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren an zwei Kindergärten gestellt.

dpa

Der Jugendhilfeausschuss hat am Dienstagabend die Weichen für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren an zwei Kindergärten gestellt.

Kaarst. Im Jugendhilfeausschuss sind am Diesntag die Weichen für die Betreuung unter Dreijähriger an zwei Kindergärten gestellt worden. Die Tageseinrichtungen am Geranien- und Robert-Bunsen-Weg sollen ausgebaut werden. Die Mitglieder des Ausschusses haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, Anträge auf Investitionen beim Landesjugendamt einzureichen und die städtischen Mittel in den Haushalt 2009 einzustellen.

Sorge darüber, wie die Stadt die Erweiterung um 312 zusätzliche U3-Plätze bis zum Jahr 2013 finanzieren will, hatte die SPD. Kämmerer Heinz-Dieter Vogt kündigte an, "notfalls Kredite aufzunehmen".

Hintergrund: Ab dem 1. August 2013 gibt es einen Rechtsanspruch für den Nachwuchs im Alter von ein bis drei Jahren. Nun will sich die Stadt Schritt für Schritt auf die künftigen Gäste unter drei Jahren vorbereiten. Schritt für Schritt deshalb, weil man im Rathaus nicht weiß, wie hoch der Bedarf in vier Jahren sein wird.

312 zusätzliche Plätze bis zum Jahr 2013

Zum einen sei aufgrund unterschiedlicher Bevölkerungsprognosen nicht klar, wie viele Kinder es 2013 in Kaarst geben wird. Zum anderen wisse man nicht, wie viele Eltern tatsächlich Plätze für unter Dreijährige in Anspruch nehmen.

Dennoch haben sich die Verantwortlichen im Jugendhilfeausschuss Ende November auf Versorgungsquoten festgelegt. Dabei orientiert sich die Stadt an der landesweiten Ausbauquote von 32 Prozent. Bis 2013 soll es 312 zusätzliche Plätze geben.

Mittlerweile sind auch die baulichen Planungen der Tageseinrichtungen am Geranien- und Robert-Bunsen-Weg auf den Weg gebracht. In beiden Einrichtungen sind je zwei U3-Gruppen geplant. Damit können je 16 geförderte Plätze geschaffen werden.

Geplant wurden Bereiche mit Gruppen- und Nebenraum, Schlafraum und Sanitärbereich. Auch an eine Abstellmöglichkeit für Kinderwagen wurde gedacht. Der vorhandene Mehrzweckraum soll auch für Kinder unter drei Jahren nutzbar sein. Am Geranienweg soll an der Nordseite des Gebäudes ein Anbau errichtet werden, in dem ein neuer Personalraum, ein Eingangsbereich und ein Raum als Abstellfläche für Kinderwagen geschaffen werden. Ähnlich soll am Robert-Bunsen-Weg verfahren werden.

Das Land fördert 90 Prozent der Kosten

Die Gesamtbaukosten plus Einrichtung am Robert-Bunsen-Weg beziffert die Verwaltung auf über 300000Euro, für die Tagesstätte am Geranienweg rund 225000Euro. Aufgrund einer 90-prozentigen Förderung des Landes beträgt der Eigenanteil für die Stadt insgesamt dafür aber nur etwa 53000Euro. Die Erhöhung der Gesamtbetriebskosten bei einem fortschreitenden Ausbau der U3-Betreuung steige nach Schätzungen der Verwaltung von 6,5 auf 7,6 Millionen Euro für Personalkosten und Zuschüsse an freie Träger.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer