Der Dialog zwischen Religionen steht bei dem Projekt der evangelischen Kirchengemeinden im Fokus.

Pfarrer Ulrich Caspers, Wolfgang Weber, Selcuk Pehlivan und Franz-Josef Moormann (v.l.) freuen sich auf die Kirchenmusikwochen.
Pfarrer Ulrich Caspers, Wolfgang Weber, Selcuk Pehlivan und Franz-Josef Moormann (v.l.) freuen sich auf die Kirchenmusikwochen.

Pfarrer Ulrich Caspers, Wolfgang Weber, Selcuk Pehlivan und Franz-Josef Moormann (v.l.) freuen sich auf die Kirchenmusikwochen.

Bickenbach

Pfarrer Ulrich Caspers, Wolfgang Weber, Selcuk Pehlivan und Franz-Josef Moormann (v.l.) freuen sich auf die Kirchenmusikwochen.

Kaarst. Ein beruhigender Klangteppich rollt sich im Kirchensaal aus. Lange Töne kennzeichnen die Obertonmusik, die es zu Beginn der Kaarster Kirchenmusikwochen Samstagabend um 20 Uhr in der Lukaskirche am Lindenplatz 11in Kaarst gibt. Der Eintritt fürs Konzert kostet zehn Euro (ermäßigt fünf Euro).

Musik aus verschiedenen religiösen Kulturen

Die zweiten Kaarster Kirchenmusikwochen finden vom 6. bis zum 21. November statt. "Diese Musik holt einen aus der Hektik des Alltags", sagt Kantor Wolfgang Weber, Gesamtleiter des Projektes über die Obertonmusik.

Zuvor gibt es am Samstag noch einen Didgeridoo-Workshop mit Reinhard Schimmelpfeng aus Bremen. Ein paar Plätze für den Anfängerkurs sind noch frei. Für eine Gebühr von 30 Euro können die Teilnehmer auch anschließend in das Konzert gehen. (Anmeldung: kantor-wolfgang-weber@arcor.de)

Die Kirchenmusikwochen stehen im Zeichen des interreligiösen Dialoges. So wird es Stücke aus verschiedenen Kulturen und Religionen zu hören geben.

"Gerade heutzutage ist es ein Traum, so ein Projekt zu verwirklichen", sagt Weber. Er sei sehr froh über die Zusammenarbeit mit der muslimischen Gemeinde in Willich. "Es tut uns allen gut, andere Religionspraktiken kennenzulernen."

Den Abschluss der Wochen bildet die "Mass for Peace" (Messe für den Frieden) am 21. November um 17 Uhr. Das von Karl Jenkins komponierte Werk wurde zur Jahrtausendwende in London uraufgeführt.

Ein Teil davon ist ein muslimischer Gebetsruf, vorgetragen von Selcuk Pehlivan von der muslimischen Gemeinde in Willich. In der Mitte der Messe gibt es eine Schlacht. Diese beginnt mit Fanfaren, die eine Armee ankündigen. Dann kommen Trommelwirbel hinzu. Es klingt, als würde diese Armee tatsächlich heranstürmen.

"Es ist enorm, was hier präsentiert wird", sagt Bürgermeister Franz-Josef Moormann, Schirmherr der Musikwochen. Zwischen den Religionen gebe es viele Mauern abzubauen. Besonders danken Weber und Moormann den vielen Förderern, vor allem der Sparkassenstiftung.

Neben afrikanischer Trommelmusik und jüdischer Musik gibt es auch Gottesdienste, bei denen der Gospelchor "Chorus of Joy" und die Kantorei Holzbüttgen/Kaarst mitsingen. Letztere feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Weitere Infos zu den Kirchenmusikwochen unter: 2 02131/5339999.

www.musik-kaarst.de

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