Die Kaarster Kirchenmusikwochen feiern Premiere. Das Programm vom 8. bis zum 22. November bietet viel Abwechslung.

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Kantor Wolfgang Weber (Mitte) kündigt an: Das Programm wird bunt.

Kantor Wolfgang Weber (Mitte) kündigt an: Das Programm wird bunt.

Thomas Bujack

Kantor Wolfgang Weber (Mitte) kündigt an: Das Programm wird bunt.

Kaarst. "Musik ist Rhythmus, das heißt Bewegung und Leben", sagt Liturg Carsten Schraml. Er will nicht nur geistliche Musik im Gottesdienst spielen, sondern probiert auch gerne mal etwas Neues aus: etwa einen Jazzgottesdienst am Sonntag, 8. November, mit einem Kaarster Vocalensemble, Musik aus New York und anschließendem Jazzfrühschoppen. "Das alles macht den Gottesdienst aktueller", sagt er.

Im Rahmen der ersten Kaarster Kirchenmusikwochen vom 8. bis zum 22. November können die Besucher viel Neues erleben: Beispielsweise wird "Der Tag des Gerichts" am Sonntag, 22. November, aufgeführt, ein Oratorium über das jüngste Gericht, bei dem ein 40-köpfiger Chor und ein 25-köpfiges Orchester auf der Bühne agieren. "Das ist ein selten aufgeführtes Werk und etwas ganz Besonderes", freut sich Kantor Wolfgang Weber, Organisator der Kirchenmusikwochen. Am Montag, 16. November, wird es eine musikalisch-theologische Einführung in das Werk geben.

Besucher können bei den Kantaten selbst mitsingen

Ein weiterer Vortrag läuft am Montag, 9. November - Weber wird am Jahrestag der Reichspogromnacht über Kirchenmusik im Dritten Reich sprechen. "Viele Kirchenmusiker hatten sich dem Geist - oder besser gesagt dem Ungeist der Zeit angepasst. Später haben sie die Lieder, die in dieser Zeit entstanden sind, aus ihrem Werkeverzeichnis gestrichen", sagt er. In dem Vortrag werden einige dieser Kirchenmusiker vorgestellt.

Am Sonntag, 15. November, können die Besucher zum Notenblatt greifen und bei Kantaten selbst mitsingen. Dazu werden Proben am Freitag, 13. November, um 19.30 Uhr und am Samstag, 14. November, um 14 Uhr angeboten. Weber macht Mut: "Ich glaube, es gibt keine Menschen, die nicht singen können." Für diejenigen, bei denen es mit dem Töne-Treffen noch etwas hapere, gebe es Stimmübungen, zudem seien die Stücke relativ leicht.

Die Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinden Kaarst und Holzbüttgen kostet etwa 7000 bis 8000 Euro und wird von der Stadt Kaarst und dem Freundeskreis für Kirchenmusik finanziell unterstützt. "Wir bieten viele kulturelle Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt an", sagt Kantor Weber. "Nun wollten wir das weite Spektrum der Kirchenmusik einmal in konzentrierter Form vorstellen, also in einem Zeitraum von nur zwei Wochen."

Das komplette Programm finden Sie im Internet auf den Seiten des Freundeskreises für Kirchenmusik Holzbüttgen - Kaarst (siehe Link unten).

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