Im Foyer des Rathauses Büttgen werden die Arbeiten von 31 Künstlern gezeigt. Das teuerste und größte Werk steuert Birgitt Verbeek bei. Ihre "Turmelemente" bestehen aus fünf Holzblöcken und erreichen eine Spitze von 2,50 Meter.

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Die Vernissage der 35. Herbstausstellung in Büttgen war am Sonntag gut besucht.

Die Vernissage der 35. Herbstausstellung in Büttgen war am Sonntag gut besucht.

Reinelt

Die Vernissage der 35. Herbstausstellung in Büttgen war am Sonntag gut besucht.

Kaarst. Mit dem Aphorismus "Es ist der Geist, der den Körper baut" eröffnete Bürgermeister Franz-Josef Moormann die Herbstausstellung Kaarster Künstler. Was einst im neunten Stock des Martinuscenters begann, findet jetzt im Souterrain und dem Foyer des Rathauses Büttgen seine 35. Auflage. Aus 65 Bewerbern wählte die dreiköpfige Fachjury 31 Künstler und 62 Werke aus.

Von den sechs Neulingen überzeugte einer, Robert Stefanski, die Experten. Stefanskis Fotografien sind im Foyer des Rathauses zu sehen. Die Arbeit "Vollmond" zeigt eine Frau in einem sprühenden Regenschauer. Auch das zweite Werk "Keuschheitslegende" zeigt Menschen in Bewegungsunschärfe.

Fachjury ist von großer Bedeutung für das Niveau der Ausstellung

Stellvertretend für ihre Jury-Kollegen Julia Breithaupt und Theodor Janisch führte Jutta Saum in die Gemeinschaftsausstellung ein. "Die Kaarster Künstler erlauben einen Einblick in ihre Arbeit. Wir erfahren, dass viele mit einer Akademieausbildung in Kaarst ansässig und bis ins hohe Alter aktiv sind", sagte Saum.

Die Kunsthistorikerin verwies auch auf die Bedeutung, dass eine Fachjury die Auswahl zur Herbstausstellung trifft. "Es existieren objektive Bewertungskriterien, um das Niveau der Ausstellung zu sichern", sagte sie. Außerdem sei Kultur ein weicher Standortfaktor, der Pflege und Vertrauen brauche. Die Auswahl der Kunstwerke und ihre Hängung in Galerie und Foyer zeigen freche Kontraste und überraschende Nachbarschaften.

Das teuerste und größte Werk steuert Birgitt Verbeek bei. Ihre "Turmelemente" bestehen aus fünf Holzblöcken und erreichen eine Spitze von 2,50 Meter. Persönlicher Favorit von Jurorin Jutta Saum sind in diesem Jahr die Fotografien von Antonia Dombrowsky. Die Kaarsterin ist eigentlich für Radierungen bekannt, in ihren Schwarz-Weiß-Bildern setzt sie Gullydeckel und Abfalleimer mit Schneeflocken bedeckt poetisch in Szene.

Die 35. Herbstausstellung Kaarster Künstler ist bis zum 17. Januar 2010 in der städtischen Galerie im Rathaus zu sehen.

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