Zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes und der Bundesrepublik bot die Stadt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Höhepunkt war die erste Einbürgerungsfeier.

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Die Skulptur der Schüler soll künftig im Rathausfoyer aufgestellt.

Die Skulptur der Schüler soll künftig im Rathausfoyer aufgestellt.

Bürgermeister Franz-Josef Moormann (M.) begrüßt als Eingebürgerte Meriam Sina-Hamacher und Behzad Golchin. (Fotos (2): Uli Engers)

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Die Skulptur der Schüler soll künftig im Rathausfoyer aufgestellt.

Kaarst. Eingebettet in ein umfangreiches Rahmenprogramm feierte die Stadt Kaarst über zwei Tage den 60. Geburtstag des Grundgesetzes und der Bundesrepublik Deutschland. "Demokratie lebt von der Freiheit der Menschen. Es ist notwendig, dass die Bedingungen dargestellt werden, wie Demokratie funktioniert", erklärte Bürgermeister Franz-Josef Moormann. Wie ein Teil der Demokratie funktioniert, sollte nicht nur die Fernsehübertragung der Wahl Horst Köhlers zum Bundespräsidenten zeigen.

Grundgesetz musikalisch von Klassik bis Reggae

Außerdem wurde bei einem Konzertabend am Freitag eine musikalische Reflexion des Grundgesetzes geboten. Musikschulleiter Mark Koll und viele Musiker hatten sich mit den einzelnen Paragraphen auseinandergesetzt und eigene Lieder mit teilweise provokanten Texten dazu komponiert. Die Musikstile reichten von Klassik über Jazz und Rock bis zum Reggae.

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Die Skulptur der Schüler soll künftig im Rathausfoyer aufgestellt.

Die Skulptur der Schüler soll künftig im Rathausfoyer aufgestellt.

Bürgermeister Franz-Josef Moormann (M.) begrüßt als Eingebürgerte Meriam Sina-Hamacher und Behzad Golchin. (Fotos (2): Uli Engers)

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Bürgermeister Franz-Josef Moormann (M.) begrüßt als Eingebürgerte Meriam Sina-Hamacher und Behzad Golchin. (Fotos (2): Uli Engers)

Am Samstagvormittag hatten sich Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums zu einer Aktion auf dem Wochenmarkt zusammengeschlossen. Sie wollten mit den Marktbesuchern ins Gespräch kommen, befragten sie über die Grundrechte und die Bedeutung des Feier-Tages. Die Rückseite ihrer T-Shirts hatten sie mit Paragraphen des Grundgesetzes bedruckt. Darüber hinaus übergaben die Zehntklässler Bürgermeister Moormann ein selbstgebautes Denkmal. Es zeigt ein große Buch mit den Grundrechten, das von mehreren Personen, die junge wie alte Generationen, gesunde wie kranke Menschen darstellen, getragen wird. Die Skulptur soll zunächst im Rathausfoyer seinen Platz finden.

Jedes Jahr am 23. Mai soll zukünftig eine Einbürgerungsfeier stattfinden. Die Stadt hatte 49 neue deutsche Staatsbürger angeschrieben, lediglich vier folgten der Einladung. "Es tut mir sehr leid, dass so wenige gekommen sind. Die Feier ist eine großartige Idee", sagte Behzad Golchin. Deshalb war es für den Iraner selbstverständlich, daran teilzunehmen, obwohl er am selben Tag auch seinen 60. Geburtstag feierte.

Geschenk zur Einbürgerung: Buch über Kaarster Geschichte

Seit 25 Jahren lebt der selbstständige Kaufmann in Deutschland. "Es ist mir ein persönliches Bedürfnis gewesen, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Ich bin schließlich ein Teil der Gesellschaft", sagte Golchin.

Neben ihm nahmen sein Landmann Pezhman Bahrami Moayyed, die Afghanin Fahima Yuszfzai und die Marokkanerin Meriam Sina-Hamacher an der Einbürgerungsfeier teil.

Als Geschenk wurde ihnen neben einer Dokumentation der Kaarster Geschichte einen verfassten Bürgerkommentar zum Grundgesetz überreicht. Zum Abschluss gab es ein Konzert der Schützenbruderschaften vor dem Rathaus.

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