25 Kaarster Künstler zeigten am Samstag in der Rathausgalerie vor allem nicht gerahmte und kleine Arbeiten zu günstigen Preisen.

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Ausstellung einmal anders: Die Künstler präsentieren ihre Werke auf den Tischen.

Ausstellung einmal anders: Die Künstler präsentieren ihre Werke auf den Tischen.

Uli Engers

Ausstellung einmal anders: Die Künstler präsentieren ihre Werke auf den Tischen.

Kaarst. Alle zwei Jahre veranstalten die Kaarster Künstler ihren Mappentag, am Samstag fand er zum siebten Mal in der Galerie des Rathauses statt.

Statt ihre Arbeiten aufzuhängen, boten die 25Teilnehmer ihre Arbeiten direkt aus der Mappe an. Vertreten waren alle Techniken: Aquarelle, Acrylmalerei, Mischtechniken, Radierungen, Siebdrucke, Grafiken und Fotografien.

Direkter Kontakt mit dem Kunstschaffenden

"Gezeigt werden nicht gerahmte und hauptsächlich kleine Formate", erklärte Helga Weidenmüller, Sprecherin der Kaarster Künstler. Außerdem sollten die Arbeiten aktuell sein. Die Acrylarbeiten, Mischtechniken und Collagen von Weidenmüller zum Beispiel stammten aus den Jahren 2006 bis 2009.

Objektinstallationen und Skulpturen gehörten in der Rathausgalerie nicht zur Auswahl. Durch den Verkauf an Tischen wirkte der Mappentag wie ein Kunsttrödelmarkt. Von diesem Begriff wollten die Kaarster Künstler aber nichts wissen.

"Es handelt sich eher um eine kleine Ausstellung, auf der allerdings keine teuren Werke gezeigt werden", sagte Helga Weidenmüller. In zwangloser Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee und Plätzchen konnten die Besucher ins Gespräch mit den Künstlern kommen, deren Namen sie sonst nur durch gezeigte Werke bei den verschiedenen Ausstellungen kennen.

Erstmals war Arianne Ruppel beim Mappentag vertreten. Die Vorbereitung auf die Veranstaltung fiel ihr schwer. "Ich wusste nicht, was ich zeigen soll. Ich habe mich entschlossen, den Tag zu nutzen, um zu schauen, was beim Besucher ankommt und welche Bilder er wieder weglegt", sagte Ruppel. Ihre detailreichen Blumenfotografien und die Landschaftsaufnahmen fanden beispielsweise großen Anklang.

Ruppel hat in Brasilien visuelle Kommunikation studiert und beschäftigt sich seit zehn Jahren mit der Fotokunst. Damit ihre Fotos abstrakt wirken, bearbeitet sie ihre Arbeiten am Computer nach. Der Künstlerin ist wichtig, dass dem Betrachter sofort auffällt, dass grafische Tricks angewandt wurden.

"Ich versuche aber, mit der Kamera so zu arbeiten, dass die Bearbeitung am Computer nicht nötig ist", erklärte Arianne Ruppel. Mit dem Verlauf des Mappentags war Ruppel zufrieden. "Die Resonanz ist gut. Es hat sich gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte sie.

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