An der Neusser Straße entstehen Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Gestern wurde der Grundstein für das Projekt gelegt. Vor allem Kaarster gehören zu den Käufern.

An der Neusser Straße entstehen Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Gestern wurde der Grundstein für das Projekt gelegt. Vor allem Kaarster gehören zu den Käufern.
Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus (l.) und Korbmacher-Geschäftsführerin Ulrike Korbmacher nahmen gestern an der Grundsteinlegung für die „Stadtinsel“ teil.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus (l.) und Korbmacher-Geschäftsführerin Ulrike Korbmacher nahmen gestern an der Grundsteinlegung für die „Stadtinsel“ teil.

Anja Tinter

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus (l.) und Korbmacher-Geschäftsführerin Ulrike Korbmacher nahmen gestern an der Grundsteinlegung für die „Stadtinsel“ teil.

Kaarst. Die Stadt wächst. Gestern ist ein weiterer Grundstein in Kaarst gelegt worden. An der Neusser Straße entsteht neben dem Gebäudekomplex mit Gartencenter, Trinkhalle und Tierbedarf die „Stadtinsel“: ein Neubaugebiet mit zwölf Doppelhaushälften, zwei Einfamilienhäusern und 34 Eigentumswohnungen. „Wir haben schon sehr viel verkauft. Von den Häusern ist rund die Hälfte weg“, sagte Ulrike Korbmacher, Geschäftsführerin des Neusser Projektentwicklers Korbmacher Bau. „Vor allem die beiden freistehenden Häuser waren gefragt. Auch bei den Wohnungen ist schon rund die Hälfte verkauft oder reserviert“, ergänzte sie.

„Wir haben schon sehr viel verkauft. Von den Häusern ist rund die Hälfte weg.“

Ulrike Korbmacher, Geschäftsführerin des Projektentwicklers

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus schwang bei der Grundsteinlegung die Maurerkelle. Sie ist im Training, hatte zuletzt vor rund einer Woche den Grundstein für das Vinzenzhaus gelegt. „Ich wünsche dem Bau einen guten und unfallfreien Weg. Und hoffe, dass sich die neuen Bewohner auf der Stadtinsel wohlfühlen werden“, sagte Nienhaus.

Die große Nachfrage nach den Wohnungen und Häusern, die an der viel befahrenen Neusser Straße und einer nahen Hochspannungsleitung nicht gerade auf einem Filetgrundstück errichtet werden, ist für Nienhaus keine Überraschung. „Der Bedarf an Wohnraum in Kaarst ist enorm. Das stellen wir jetzt auch bei der Vermarktung der Wohneinheiten an der Karlsforster Straße fest“, sagte die Bürgermeisterin. Außerdem sei die Infrastruktur rund um die zukünftige Stadtinsel ausgezeichnet. Bushaltestellen, Geschäfte und Schulen seien fußläufig erreichbar. „Und bald werden wir auch einen Fahrradstreifen auf der Neusser Straße haben“, versprach sie.

Die Häuser sind schallisoliert

In Angriff genommen werden soll der Weg voraussichtlich im kommenden Jahr zeitgleich mit der Sanierung des Kanalsystems. So soll die Belastung von Anwohnern und Autofahrer möglichst gering gehalten werden.

Bemerkenswert fand Nienhaus, dass an diesem Projekt das Interesse vor allem bei Kaarster Bürgern sehr hoch ist. „Fast alle Wohnungen, die wir bisher verkauft haben, sind an Bürger der Stadt gegangen. Nur wenige Interessenten kamen von außerhalb“, sagte Korbmacher-Vertriebsleiter Stefan Bergs. Die meisten Wohnungen seien als Kapitalanlage verkauft worden. „Viele Käufer planen zunächst, zu vermieten. Später sollen dann die Kinder in die Immobilie ziehen oder sie wollen sie selbst als Alterssitz nutzen“, erläuterte Berg. Dank Aufzug und Barrierefreiheit seien die Wohnungen dafür durchaus geeignet, ergänzte Ulrike Korbmacher. Auch Flug- und Autolärm seien kein Problem. „Die Häuser sind schallisoliert und so ausgerichtet, dass die Belästigung durch die Straße auch in den vorderen Häusern möglichst gering ist“, sagte Korbmacher. Im hinteren Bereich des rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks sei von der Straße ohnehin nichts zu hören.

Die Wohnungen sollen Ende des nächsten Jahres bezugsfertig sein

Zwischen Mehrfamilienhaus – das bisher nur als riesige Baugrube erkennbar ist – und Einzelhandelskomplex wird es einen breiten Grünstreifen geben. „Eine üppig bepflanzte grüne Lunge“, nannte es Ulrike Korbmacher. Mit einem Fuß- und Radweg würde dort eine Verbindung zwischen Neusser Straße und Margaritenweg geschaffen, die es zuvor nicht gab. „Und die neuen Häuser passen sich harmonisch an den Bestand an“, lobte Ulrike Nienhaus. Bezugsfertig sollen die rund 50 Wohneinheiten Ende 2018 sein.

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