Justiz: Ein 15-Jähriger muss sich im April vor Gericht verantworten.

Kaarst/Düsseldorf. Bereits im April muss sich ein 15-Jähriger vor dem Amtsgericht Neuss verantworten. Dem Jugendlichen werden elf Fälle von Raub und räuberischer Erpressung vorgeworfen. Das hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gestern mitgeteilt. Demnach soll der Jugendliche einen Mitschüler über einen längeren Zeitraum terrorisiert haben. Mit äußerster Brutalität habe er immer wieder winzige Beträge erpresst und geraubt. Beim letzten Mal habe er ein Saftgetränk und einen Schokoriegel erbeutet. Mit Faustschlägen gegen den Kopf und Fußtritten habe er sein Opfer gefügig gemacht.

Vor vier Wochen hatte die Polizei den damals 14-Jährigen mit Handschellen aus dem Unterricht der Elisabeth-Selbert-Realschule geholt. Einen Tag zuvor hatte sich das Opfer der Schulleiterin offenbart. Daraufhin wurde die Polizei informiert. Einen Tag später haben die Beamten den 14-Jährigen aus dem Unterricht geholt und in Untersuchungshaft gesteckt.

Dieses Vorgehen soll andere Jugendliche abschrecken. Die Justiz will bei jugendlichen Intensivtätern härter durchgreifen und hatte vor einigen Monaten ein Sonderdezernat geschaffen, das zum Ziel hat, Verfahren gegen Jugendliche zu beschleunigen.

Der Jugendliche steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. Er war wegen eines Diebstahls angeklagt. Er war bereits von der Realschule Halestraße verwiesen worden, auch in Büttgen soll er nicht weiter zur Schule gehen dürfen. mue

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