Im Herzen von Vorst entsteht ein exklusives Wohn- und Geschäftsgebäude. Der Bauantrag läuft.

Kaarst. Während andere auf weiße Weihnachten hoffen, spekuliert Manfred Meuter, Technischer Dezernent von Kaarst, lieber auf einen milden Winter. Denn der ist notwendig für das ambitionierte Projekt, das mitten im Vorster Zentrum bis zum Schützenfest im nächsten September entstehen soll.

Im Rahmen einer neuen Vorster Mitte soll an diesem Platz bis Oktober 2010 ein Wohn- und Geschäftshaus zwischen Wattmannstraße sowie Spiel- und Festwiese entstehen. Außerdem geplant: Ein Park- und Festplatz mit 5000 Quadratmeter Grundfläche. Direkt am heutigen Sparkassengebäude werden insgesamt 2000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und 1180 Quadratmeter Wohnfläche in barrierefreien Wohnungen geschaffen.

"Durch diese Bebauung wird der Platz als Zentrum weiter aufgewertet."

Dietmar Mittelstädt, Vorstand der Sparkasse Neuss

"Der Investor setzt auf eine zügige Antragsabsegnung, daher beginnt ab heute das Baugenehmigungsverfahren", erklärte Meuter gestern bei einem Ortstermin. Der Investor ist Manfred Langen, Geschäftsführer der Langen Unternehmensgruppe, die vor einigen Jahren unter anderem den Hockeypark in Mönchengladbach gebaut hat. Langen investiert gut fünf Millionen Euro in das Projekt. Die Einzelhandelsflächen seien bereits bis auf 194 Quadratmeter in zwei kleineren Ladenlokalen vermietet, berichtet Langen. Der bereits in Vorst vorhandene Rewe-Markt soll in dem Neubau eine dreimal so große Fläche erhalten, hinzu kommt ein Frisörsalon. Mieter für die Wohnungen seien noch nicht gefunden. Langen: "Das liegt aber im Rahmen des Üblichen. Mieter wollen vor der Unterzeichnung des Vertrages die fertigen Wohnungen sehen."

Dieter Güsgen, Wirtschaftsförderer, hob die Bedeutung der Nahversorgungsmöglichkeit für die Einwohner von Vorst hervor. "Es ist gut, dass wir einen Investor gefunden haben, der sich dieser Aufgabe annimmt." Es sei derzeit eher schwer, Investoren für gemischte Bauvorhaben aus Wohn- und Geschäftsgebäuden zu gewinnen. "Aber eine einstöckige Ladenlokalzeile würde dem Ort nicht gerecht."

Bislang im Ortskern von Vorst vertreten ist die Sparkasse Neuss. Über sie wird das neue Gebäude auch finanziert. "Durch diese Bebauung wird der Platz als Zentrum weiter aufgewertet", ist Sparkassen-Vorstand Dietmar Mittelstädt überzeugt.

Bereits seit gut zehn Jahren wird die Ortsmitte von Vorst entwickelt. Zunächst wurden neue Straßen angelegt, 2006 kamen Einfamilienhäuser und ein Kinderspielplatz hinzu. "Trotz dieser Entwicklung gibt es -anders als etwa in Büttgen-in Vorst sehr seltene Bedingungen, nämlich einen Ortskern, der sich in seiner Mitte auf freies Feld öffnet", erklärt Meuter. Dies sei aber auch ein Vorteil, den das neue Wohn- und Geschäftsgebäude habe, so Langen: "Die Wohnungen liegen alle mit Balkonen und Terrassen in Richtung Süden und Südwesten und bieten einen Blick über die Festwiese auf die umliegenden Felder." Wohnen im ländlichen Umfeld wird in Vorst also noch attraktiver.

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