Die Stadt setzt ein Zeichen für die Wahrung des Jugendschutzes – mit einem neuen Logo.

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Thomas Werbitzky von den Driescher Schützen, Bürgermeister Franz Josef Moormann, Grafiker Frank Ahlert und Ute Schnur, Leiterin des Bereiches Jugend und Familie, präsentieren das Jugendschutzlogo der Stadt Kaarst.

Thomas Werbitzky von den Driescher Schützen, Bürgermeister Franz Josef Moormann, Grafiker Frank Ahlert und Ute Schnur, Leiterin des Bereiches Jugend und Familie, präsentieren das Jugendschutzlogo der Stadt Kaarst.

Uli Engers

Thomas Werbitzky von den Driescher Schützen, Bürgermeister Franz Josef Moormann, Grafiker Frank Ahlert und Ute Schnur, Leiterin des Bereiches Jugend und Familie, präsentieren das Jugendschutzlogo der Stadt Kaarst.

Kaarst. Wenn es nach Bürgermeister Franz-Josef Moormann ginge, würde die Verwaltung beim nächsten Hoppeditz-Erwachen mit Orangensaft statt Sekt anstoßen. "Noch vor ein paar Jahren schien es ja auch unmöglich, das Rauchverbot durchzusetzen. Jetzt hat es sich richtig etabliert", sagt er.

Doch ganz so schnell soll es mit dem kompletten Alkoholverbot dann doch nicht gehen. "Uns sollte aber auf jeden Fall bewusst werden, welche Vorbildfunktion Erwachsene haben", sagt Moormann.

"Jugendliche glauben, Alkohol gehört zum Erwachsenwerden dazu."

Jürgen Bosse, Leiter der Realschule Halestraße

Für viele Jugendliche sei Alkohol selbstverständlich, die Eltern würden schließlich auch den Tag mit einem Glas Bier ausklingen lassen. "Die Gefahr einer Sucht sehen die meisten Schüler nicht. Sie glauben, Alkohol gehöre zum Erwachsenwerden dazu", bestätigt auch Jürgen Bosse, Leiter der Realschule Halestraße.

Um den Blick für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu schärfen, setzt die Stadt nun auf ein neues Jugendschutzlogo, das Vereine, Institutionen, Behörden und Verbände verwenden dürfen, die sich im Jugendschutz und der Präventionsarbeit engagieren.

"Ja klar" steht auf dem blauen Logo - der Hausfarbe der Stadt. Die schlicht gehaltene Aussage zielt in mehrere Richtungen ab - zum einen soll "Ja, klar" als Signal des Jugendlichen verstanden werden, der mit seinem Verhalten Eigenverantwortung über seine Gesundheit beweist.

Die teilnehmenden Institutionen, Vereine oder Veranstalter zeigen, dass sie den Jugendschutz ernst nehmen - und wenn nötig auch ihre Konsequenzen ziehen. "Bei unserem nächsten Schützenfest werden wir das Logo auf Plakaten präsentieren", sagt Thomas Werbitzky, Brudermeister der Driescher Schützen.

An der Theke im Festzelt werde der Jugendschutz konsequent im Blick der Veranstalter sein. Und auch die Polizei soll eingeschaltet werden, wenn spät abends noch Minderjährige beim Schützenfest gesehen werden.

"Verantwortung übernehmen bedeutet, auch dafür zu sorgen, dass die Jugendlichen dann wirklich nach Hause kommen und sich nicht einfach ein paar Meter weiter weg stellen", so Werbitzky. Ein Caritas-Mobil wird ebenfalls mit jungen Mitarbeitern vor Ort sein, die Jugendliche gezielt auf ihr Trinkverhalten ansprechen.

"Bei den Schulen ist der Präventionsgedanke bereits angekommen", sagt Moormann. Seit Jahren integrieren sie Suchtvorbeugung erfolgreich in den Unterricht. Die Elisabeth-Selbert-Realschule, die Realschule Halestraße und die Gemeinschaftshauptschule Büttgen sind daher jetzt auch mit dem neuen Jugendschutzlogo ausgestattet worden.

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