Alt St. Martin ist mit einem Festakt wieder für die Gemeinde geöffnet worden.

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Am Vorabend des Hochfestes „Peter und Paul“ wurde Alt St. Martin eröffnet.

Am Vorabend des Hochfestes „Peter und Paul“ wurde Alt St. Martin eröffnet.

Am Vorabend des Hochfestes „Peter und Paul“ wurde Alt St. Martin eröffnet.

Kaarst. Wenn ein altes Haus schwere Schäden aufweist, ist es oft eine Frage der Rentabilität, ob es abgerissen oder saniert wird. Einen Abriss hat jedoch niemand erwogen, als es um die alte Pfarrkirche der Martinusgemeinde ging, Alt Sankt Martin im alten Dorf.

Die aus dem 11. Jahrhundert stammende romanische Basilika ist für viele Bürger das Wahrzeichen der Stadt. Nach einer intensiven Sanierung wurde das alte Gebäude nun mit einem Festakt wieder eröffnet.

Mit einer Prozession begann am frühen Montagabend die Wallfahrt zur restaurierten Basilika. Fleißige Gemeindemitglieder hatten den Kirchplatz liebevoll mit Blumen und Kerzen geschmückt, Tische und Bänke aufgestellt sowie einen kleinen Imbiss für die Feier vorbereitet.

Monsignore Josef Brans nannte Alt St.Martin in seiner Ansprache ein wunderschönes altes Gemäuer, das den Kaarstern helfen könne, die Liebe zur Kirche neu zu entdecken.

Mit Liebe zum Detail wurde auch das Gotteshaus grundsaniert. Ging man zunächst davon aus, dass der Dachstuhl einer Reparatur bedürfe, wurde während der Bauarbeiten schnell sichtbar, dass die Zeit an der Substanz des Hauses genagt hatte.

Zügig entschlossen sich Pfarrer und Gemeinderat, das Kleinod von Grund auf in Stand setzen zu lassen. Aufgrund der zusätzlichen Aufgaben und der Witterung hat sich der ursprüngliche Zeitplan um einige Monate verlängert, doch das Warten hat sich gelohnt.

Jetzt kann in der "Kirche der Liebe", wie Alt Sankt Martin in der Gemeinde gern genannt wird, der Alltag wieder einziehen: Hochzeiten und Taufen werden hier regelmäßig gefeiert, zu Ostern und Weihnachten auch Festmessen begangen.

900 000 Euro hat die umfangreiche Sanierung gekostet, ein Drittel dieser Kosten hat die Gemeinde aufgebracht.

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