Stadtentwicklung: Die Politiker beschließen im Planungsausschuss ein Gutachten zur Verkehrsanbindung des Gewerbegebietes Hüngert II.

Schon heute staut sich der Verkehr auf der Neersener Straße, um über die Gümpgesbrücke abzubiegen: Die Stadt sucht nach einer Lösung.
Schon heute staut sich der Verkehr auf der Neersener Straße, um über die Gümpgesbrücke abzubiegen: Die Stadt sucht nach einer Lösung.

Schon heute staut sich der Verkehr auf der Neersener Straße, um über die Gümpgesbrücke abzubiegen: Die Stadt sucht nach einer Lösung.

Uli Engers

Schon heute staut sich der Verkehr auf der Neersener Straße, um über die Gümpgesbrücke abzubiegen: Die Stadt sucht nach einer Lösung.

Kaarst. Wie soll das neue Gewerbegebiet Hüngert II an den Verkehr angeschlossen werden? Wie die WZ berichtete, plant die Stadt eine neue Brücke über den Nordkanal. Um dafür Fördergelder zu bekommen, muss gleichzeitig die jetzige Gümpgesbrücke geschlossen werden.

Schon heute staut sich zu den Stoßzeiten vor allem wegen der Bahnschranke der Verkehr. "Es hat deshalb schon vor Jahren von den Gewerbetreibenden Beschwerden gegeben, deshalb hat die Stadt mit der Planung begonnen", erinnert Thorsten Schmitter (CDU) im Planungsausschuss.

Gegen die Schließung der Brücke haben sich auf der Bürgerversammlung im März mehrere Holzbüttger ausgesprochen und für den Erhalt stark gemacht. Sie treibt die Sorge, durch das neue Gewerbegebiet und die geplante Verkehrsführung von ihrem Ort abgeschnitten zu werden.

Kein Fördergeld, wenn Brücke offen bleibt

Doch wie wird sich der Verkehrsfluss entwickeln - mit oder ohne Gümpgesbrücke? Um das in Erfahrung zu bringen, darin sind sich die Politiker bis auf der UWG-Vertreter einig, soll ein neues Gutachten in Auftrag gegeben werden. "Die vorliegenden Untersuchungen werden von vielen angezweifelt", gibt Horst Blechschmidt (FDP) zu Bedenken.

Und Rolf Rottländer (SPD) macht deutlich, dass es um viel Geld geht, wenn die Gümpgesbrücke bleibt: "Wir dürfen nicht vergessen, dass es um eine Entscheidung gehen wird, die die gesamte Stadt betrifft. Auf der einen Seite gibt es die Argumente der Bürger, auf der anderen die politische Abwägung, ob wir auf das Fördergeld in Höhe von etwa 9,5Millionen Euro verzichten können."

Konsens mit Straßenbauträger: Neues Brückenbauwerk

Winfried Warner, Abteilungsleiter Verkehrsplanung der Stadt, verweist darauf, dass die Verwaltung bisher immer nur beauftragt gewesen sei, nach Lösung zu suchen, für die es auch Fördergelder gibt. "Es hat daher immer nur Gutachten gegeben, die davon ausgehen, dass die Gümpgesbrücke geschlossen wird", sagt er.

Der Technische Beigeordnete, Manfred Meuter, verweist darauf, dass bereits unterschiedliche Varianten geprüft worden sind. "Mit den Straßenbauträgern, den Landesbetrieben und dem Rhein-Kreis, gibt es einen Konsens für die neue Brücke und die Schließung der Gümpgesbrücke", betont er. Würde der Rat sich für eine neue Lösung entscheiden, müsste die dann erneut mit den Straßenbauträgern abgestimmt werden.

Der Planungsausschuss beschloss den Antrag der CDZ mehrheitlich bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen: Ein neues Gutachten soll ausdrücklich die Beibehaltung und Nutzung der Gümpgesbrücke in Ergänzung zu einem neuen Brückenbauwerk berücksichtigen. Erforderliche Daten für eine Verkehrssimulation sollen zudem erhoben werden.

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