Bernd Stelter gastiert mit dem Programm „Männer in den Wechseljahren“ in Kaarst.

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Für Bernd Stelter ist die Kaarster Garderobe die schönste, die ein Veranstaltungssaal bieten kann.

Für Bernd Stelter ist die Kaarster Garderobe die schönste, die ein Veranstaltungssaal bieten kann.

Uli Engers

Für Bernd Stelter ist die Kaarster Garderobe die schönste, die ein Veranstaltungssaal bieten kann.

WZ: Herr Stelter, was verbinden Sie mit Kaarst?

Stelter: Es hört sich vielleicht komisch an. Aber es ist für mich die schönste Garderobe, die ein Veranstaltungssaal zu bieten hat.

WZ: Was macht ihn denn so schön?

Stelter: Zurzeit trete ich in Berlin bei den Wühlmäusen auf - und das ist einfach kein Vergleich. Die Kaarster Garderobe ist liebevoll eingerichtet. Es gibt eine Couch, Poster an den Wänden, sogar eine kleine Küche. Ich fühle mich da richtig wohl.

WZ: Wohl fühlen Sie sich ja auch auf der Bühne. Was haben die Kaarster zu erwarten?

Stelter: Ich komme mit meinem neuen Programm: Mittendrin, Männer in den Wechseljahren. Diesmal dreht es sich nicht um Kinder, denn meine eigenen sehe ich ja kaum noch, die sind mit ihren 14 und 16 Jahren ständig unterwegs. Und dann stellt man plötzlich fest, dass man sich mit sich selbst beschäftigen muss.

WZ: Bernd Stelter also in der Midlife-Crisis?

Stelter: Nein, Midlife-Crisis ist was ganz anderes, das ist ja eher was psychologisches, man zieht Bilanz und überlegt, was man vielleicht noch nachholen will oder muss. Männer stecken auch in den Wechseljahren, das ist etwas Biologisches. Der Testosteronspiegel sinkt erheblich. Deshalb meinen manche Männer, den Hormonspiegel mit einer jüngeren Frau wieder ausgleichen zu können. Oder andere lesen plötzlich mehr. Aber ich bin ein alter Optimist und finde es positiv. Denn eigentlich ist es so, dass Männer plötzlich anfangen, mit dem Kopf zu denken. Und das ist doch etwas Gutes.

WZ: Verarbeiten Sie mit dem Programm auch eigene Ängste, vielleicht als Komiker irgendwann nicht mehr gefragt zu sein? Es gibt ja unheimlich viel Nachwuchs.

Stelter: Ja, das auch. Die Comedy-Szene ist unglaublich laut. Ich versuche, einen Gegenpunkt zu setzen. Mein Programm ist viel ruhiger, es gibt immerhin drei Balladen.

WZ: Die Zeit der Gassenhauer wie "Ich hab drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär" ist also vorbei?

Stelter: Nein, das bekommt das Publikum als Zugabe. Denn ich liebe ja weiterhin den Karneval.

WZ: Stimmt das eigentlich mit den "drei Haaren"?

Stelter: Ja, ich bin massiv unterbehaart.

WZ: Mit Karnevalsauftritten begann Ihre Karriere, dann hat Sie Rudi Carrell entdeckt. Was haben Sie von ihm gelernt?

Stelter: Vor allem, dass ein Programm mehr bieten muss als nur Lacher. Deshalb versuche ich für Abwechselung zu sorgen. Dann hat mir Rudi Carrell gezeigt, wie man mit dem Publikum umgeht. Ich mag mein Publikum und ich gebe gerne Autogramme. Ich verlasse als letzter den Saal.

WZ: Worüber können Sie lachen?

Stelter: Über Alltagssituationen und über Sprüche meiner Kinder.

» Bernd Stelter tritt am 24. und 25. Mai, 20 Uhr, im Albert-Einstein-Forum in Kaarst auf. Die Vorstellung am Sonntag ist ausverkauft, für Montag gibt es noch Karten im städtischen Kulturbüro, 202131/ 987 223.

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