Planer stellen Radwege-Studie mit 36 Problemstellen vor.

Kaarst sattelt um und will fahrradfreundlicher werden. Auch die Maubisstraße wurde bei den Untersuchungen berücksichtigt.
Kaarst sattelt um und will fahrradfreundlicher werden. Auch die Maubisstraße wurde bei den Untersuchungen berücksichtigt.

Kaarst sattelt um und will fahrradfreundlicher werden. Auch die Maubisstraße wurde bei den Untersuchungen berücksichtigt.

Stefan Büntig

Kaarst sattelt um und will fahrradfreundlicher werden. Auch die Maubisstraße wurde bei den Untersuchungen berücksichtigt.

Kaarst. Es gibt gute Gründe, um häufiger aufs Fahrrad zu steigen. Für viele Kaarster sind die Radwege allerdings ein Reizthema. Denn in der Stadt radelt es sich noch lange nicht problemlos.

Zugeparkte Bordsteinabsenkungen, Sichtbehinderungen an Kreuzungen und keine schlüssige Netzstruktur - die Mängelliste ist lang. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Verwaltung eine Untersuchung zum Radverkehr in Auftrag gegeben.

Das Planungsbüro Rödel & Pachan aus Kamp-Lintfort hat nun einen Abschlussbericht verfasst, der am Mittwochabend im Planungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wurde.

Von einer Prioritätenliste ausgehend, haben sich die Planer die Stadt angeschaut und geprüft, was wirklich umsetzbar ist. Aufgelistet sind 36 Problemstellen, die teilweise schon mit einfachen Mitteln zu beheben seien.

"Unser Ziel war es, die Radwege sicherer und effizienter zu machen", erklärte Ingenieur Thomas Rödel, "zudem haben wir geschaut, was kostengünstig und kurzfristig realisierbar ist". Das lückenreiche Netz soll geschlossen werden, auf Detailanalysen wurde indes verzichtet.

Die Planer sprechen sich an vielen Stellen im Stadtgebiet (etwa Alte Heerstraße, Girmes-Kreuz-, oder Novesiastraße) für so genannte Schutzstreifen aus: Radwege, die mit gestrichelten Linien markiert sind. Während die ausgewiesenen Radstreifen (durchgezogene Linie) von den anderen Verkehrsteilnehmern nicht überfahren werden dürfen, ist dies bei den Schutzstreifen erlaubt.

Thomas Rödel: "Schutzstreifen wirken regulierend. Sie haben zudem den Vorteil, dass so mit geringem Aufwand viel verbessert werden kann."

"Die Studie sollte für uns ein Ansporn sein, fahrradfreundliche Stadt zu werden", meinte Lars Christoph (CDU). Auch Elke Beyer (SPD) lobte die Analyse: "Die Vorlage ist ein Wert, der Aufbau ist intelligent. Jetzt müssen wir über die Schutzstreifen diskutieren."

Wie, wo und wieviel Geld in das Radwegenetz investiert werden soll, wird nun in den Fraktionen ausführlich beraten.

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