Cristina Guerrero präsentiert ihre fotorealistischen Gemälde im Ausstellungshaus Fries.

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Die Künstlerin malt sich selbst und zeigt im Doppelgemälde die Ähnlichkeit des Weckers mit ihrer Frisur.

Die Künstlerin malt sich selbst und zeigt im Doppelgemälde die Ähnlichkeit des Weckers mit ihrer Frisur.

Salzburg

Die Künstlerin malt sich selbst und zeigt im Doppelgemälde die Ähnlichkeit des Weckers mit ihrer Frisur.

Kaarst. Viel nackte Haut neben Gegenständen aus dem Alltag - das beschreibt die neue Ausstellung der spanischen Künstlerin Cristina Guerrero nur oberflächlich. Das Faszinierende an den zweigeteilten Gemälden ist, dass sie wie Fotografien erscheinen. Erst bei näherem Hinschauen ist zu erkennen, dass die Bilder gemalt sind, jedoch ist kein Pinselstrich auszumachen. "Viele denken, dass Cristina Guerrero mit einer Airbrushtechnik arbeitet, aber die Bilder sind alle mit dem Pinsel auf die Leinwand aufgetragen", sagt Stefan Fries, Inhaber der Galerie Fries.

Die Künstlerin malt Details ihres eigenen Körpers

Stefan Fries stellt zum zweiten Mal Kunst von Guerrero aus. Seit zwölf Jahren arbeitet er mit einer spanischen Galerie zusammen. Ein Großteil der ausgestellten Kunst stammt aus diesen Kontakten. "Vor vier Jahren habe ich mir eine Ausstellung von Guerrero in Spanien angeschaut. Sie ist mit ihrer Arbeit weltweit sehr erfolgreich", sagt Fries.

2009 stellte Guerrero das erste Mal in Kaarst ihre Bilder aus, das Thema war das Gleiche: Ähnlichkeiten. Seit fünf Jahren arbeite sie an diesem übergeordneten Thema, erklärt Fries. Sie fotografiere Körper und Gegenstände, die eine Ähnlichkeit aufweisen und male von den Fotos ab.

Durch die vielen Ausschnitte, die die Künstlerin von sich zeigt, entsteht beim Besucher ein Eindruck von ihr und ihrem Leben. "Für alle Details des männlichen Körpers nimmt sie ihren Ehemann, für alle weiblichen sich selbst als Vorlage", erklärt der Galerist. Auf einem der Bilder malt sie sich selbst mit ihrem Kind auf dem Arm und schwanger. Die andere Hälfte des Gemäldes zeigt dann eine offene Matroschka, daneben eine zweite, kleinere Matroschka, in der sich wiederum eine noch kleinere Matroschka befindet.

Einige Motive wiederholen sich auch mit anderen Farben oder Mustern. Das Bild eines offenen Mundes malt Guerrero mal mit knallroten Lippen, mal mit pinkfarbenen, daneben sind Bilder von farblich passenden Briefkästen zu sehen.

Die Ausstellung von Cristina Guerrero ist bis Freitag, 10. Dezember, im Kaarster Ausstellungshaus an der Düsselstraße 21 zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags bis 15 Uhr.

Die spanische Künstlerin wurde 1979 geboren und hat in Bilbao Kunst studiert.

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