Holzbüttgen: Neuheiten wie Strategiespiel „1655 – Habemus papam“ auf Ausstellung vorgestellt.

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Peter Laumen (l.) und Benedikt Orlob testen das Spiel „1655 – Habemus papam“.

Peter Laumen (l.) und Benedikt Orlob testen das Spiel „1655 – Habemus papam“.

Peter Laumen (l.) und Benedikt Orlob testen das Spiel „1655 – Habemus papam“.

Kaarst. Das Regenwetter spiegelte das wider, was Peter Laumen in seinem Vorwort zur aktuellen Ausgabe "Spiel mit" schreibt: "Es wird wieder kälter und dunkler draußen - und somit wieder Zeit, in der Familie oder mit Freunden gesellige Spieleabende zu verbringen". Seit 1993 organisiert der Leiter des evangelischen Jugendcentrums (JC) Holzbüttgen eine Spieleausstellung, auf der Neuerscheinungen vorgestellt und ausprobiert werden konnten.

Von der Spielemesse in Essen hat Laumen wieder zahlreiche Empfehlungen mitgebracht. Das Strategiespiel "1655 - Habemus papam" basiert auf dem historischen Hintergrund zur Papstwahl im namensgebenden Jahr. Wer wird Nachfolger von Innozenz X.? Die Kardinale von damals zieren die Spielkarten. Zwischendrin wird eine Karte mit schwarzem Rauch gezogen. "Jeder muss versuchen, Einfluss zu gewinnen und Stimmen zu kaufen", erklärt Peter Laumen.

Jugendcentrum verfügt über 700 Spiele, allein 60 kamen 2010 dazu

Die eine oder andere Intrige wird gesponnen, ehe nach einer Spielzeit von rund 45 Minuten die Karte mit dem weißen Rauch hinzu gemischt wird, damit das Spiel ein Ende findet. Peter Laumen hat das Papstspiel ausgewählt. "Es wurde auf der Messe von den Besuchern zum Spiel des Tages gewählt, und ist es preiswert", sagt er. Außerdem stellt er auch Spiele vor, die man eher nicht auswählen sollte, etwa das Spiel zur Serie "Bauer sucht Frau". "Ich möchte damit zeigen, dass Spiele mit einem bekannten Namen nicht unbedingt auch gut sind", so Laumen. Aus Erfahrung weiß er, dass viele sofort zu solchen Spielen greifen, sie schließlich aber nicht zu Ende spielen.

Das JC Holzbüttgen besitzt inzwischen 700 Spiele, allein 60 davon kamen in diesem Jahr hinzu. Viele bekommt das Zentrum als kostenlose Rezensionsexemplare von Verlagen zur Verfügung gestellt. Die Spiele stehen nicht nur den Besuchern der Jugendeinrichtung zur Verfügung, sondern können auch ausgeliehen werden. "Eine Familie hat schon die Hälfte unserer Spiele ausprobiert. Sie kommt alle zwei Wochen, leiht sich rund fünf Spiele aus und gibt uns auch Rückmeldung zu ihren Erfahrungen damit", berichtet Peter Laumen.

Im Jugendcentrum sind meistens Spiele gefragt, die nur eine halbe Stunde dauern. Auf der Spieleausstellung sind aber auch Kinder zu Gast, die ihr ganzes Wochenende einer Partie "Carcassonne" und "Siedler" widmen.

Auskunft über die Autoren und die Entstehungsgeschichte bekannter Gesellschaftsspiele liefern Plakatwände, die erstmals zur Spieleausstellung aufgestellt wurden.

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