Arbeitsagentur und Kreis suchen nach neuem Domizil für ein zukünftig größeres Center.

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Das Jobcenter an der Promenadenstraße.

Das Jobcenter an der Promenadenstraße.

Marc Ingel

Das Jobcenter an der Promenadenstraße.

Neuss. Wie geht es weiter mit dem Jobcenter? Nach der geplanten Konzentration der Standorte muss eine neue Standortregelung für Neuss her. Die aber lässt noch auf sich warten.

Als 2004 die neue Arge des Rhein-Kreis Neuss als Arbeitsgemeinschaft von Arbeitsagentur Mönchengladbach und dem Kreis gegründet wurde, kam die Stadt Neuss der damaligen Arge-Leitung entgegen: Nicht zuletzt, weil auch städtische Mitarbeiter in die Arge wechselten, bot Bürgermeister Herbert Napp Räumlichkeiten an der Promenadenstraße an. Teile des Sozialamtes wurden dafür ausgelagert.

Der alte Vertrag läuft Ende des Jahres aus

In einem Nutzungsvertrag legten Stadt und Arge die Konditionen fest; ein „Vertrag über Infrastruktur“ laut Verwaltungsvorgabe. Der wurde zweimal verlängert, zuletzt bis Ende diesen Jahres.

Dann nahmen auch die Überlegungen zur Neuorganisation Form an: Die Standorte der jetzt Jobcenter genannten Argen im Kreis sollen konzentriert werden. Neuss wird auch für Meerbusch und Korschenbroich zuständig sein.

Im November schrieb das Neusser Gebäudemanagement (GMN) das Jobcenter an: Im Hintergrund stand der Wunsch der Stadtverwaltung, die Dienststellen des Sozialamtes wieder an der Promenadenstraße zusammenzuführen und die angemieteten Räume an der Oberstraße 108 aufzugeben.

Das Jobcenter Rhein-Kreis Neuss (bis Ende 2010 die Arge) ist die Arbeitsgemeinschaft der beiden Träger, des Rhein-Kreises Neuss und der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Es erledigt die Aufgaben nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Das Jobcenter ist bisher an zehn Standorten im Rhein-Kreis Neuss vertreten. Weitere Infos im Internet: www.jobcenter-rhein-kreis-neuss.de

Notwendig war eine neue Regelung auch, weil eine „Verwaltungskostenfeststellungsverordnung“ nun für solche Fälle einen „echten“ Mietvertrag fordert, so Hans-Jürgen Hassler, kaufmännischer GMN-Chef.

Wie Jürgen Steinmetz, allgemeiner Vertreter des Landrats, bestätigt, ist die Suche nach einem neuen Standort in Neuss, an dem auch die drei anderen Jobcenter-Stellen in Neuss untergebracht werden sollen, noch nicht abgeschlossen.

Möglich sei die Nutzung einer leerstehenden Immobilie etwa im Hammfeld ebenso wie ein Neubau an der Zufuhrstraße nahe des Hauptbahnhofs. Gerüchteweise gibt es auch Überlegungen, das alte Kreishaus an der Lindenstraße in Grevenbroich zum Jobcenter auszubauen.

Kurz vor Auslaufen des Nutzungsvertrags liegt nun der Entwurf des Mietvertrags für die Promenadenstraße auf dem Tisch. Der ist auf ein Jahr befristet und bietet „für die Stadt Neuss deutlich bessere Konditionen als die alte Regelung“, so Bürgermeister Herbert Napp. Dafür bleiben die Sozialamtsmitarbeiter noch an der Oberstraße.

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