Viele Wagen und Fußgruppen unterwegs.

Tulpensonntagszug
Farbenfroh ging es gestern bei den Grefrather Karnevalisten her. Rund 450 Narren schauten sich das bunte Treiben an.

Farbenfroh ging es gestern bei den Grefrather Karnevalisten her. Rund 450 Narren schauten sich das bunte Treiben an.

L. Berns

Farbenfroh ging es gestern bei den Grefrather Karnevalisten her. Rund 450 Narren schauten sich das bunte Treiben an.

Grefrath. Er war der krönende Abschluss einer erfolgreichen Session: der Tulpensonntagszug der 1970 gegründeten Karnevalsfreunde Grefrath. Schon am frühen Mittag sicherten sich die verkleideten Zuschauer ihren Platz am Straßenrand – schließlich hatten die Jecken schönstes Vorfrühlingswetter bestellt und bekommen. „Das Wetter ist einfach nur super“, schwärmte ein Hippie und rief: „Grefrath helau!“

Sechs große Mottowagen, drei Kleinwagen und sieben Fußgruppen zählte der aufmerksame Beobachter – insgesamt waren rund 450 Narren auf den Beinen. „Weil wir in diesem Jahr kein eigenes Prinzenpaar haben, fahren Prinz Carbonkel 42. und seine Prinzessin Patricia sowie ihr Adjudant Ben mit auf dem Elferrathswagen“ verriet Manuela Kemen aus dem Vorstand der Karnevalsfreunde Grefrath. Bereits seit Jahren werden sie von einem holländischen Tambourcorps begleitet, das sich jetzt dem Karnevalsverein „De Meerbonken“ aus dem nordholländischen Hoofddorp in der Nähe von Sandvoort angeschlossen hat. Die Musiker machten ordentlich Stimmung und führten den großen, in den Vereinsfarben Grün und Weiß gestalteten Wagen des Grefrather Elferrats gut gelaunt an.

Statt Süßigkeiten gibt es Kartoffeln und Waschpulver

Den bunten Reigen eröffnet haben allerdings die kleinsten des Vereins, die Jordantanzmäuse. Sie waren schwer bepackt mit allerhand Kamelle und Tulpenstrüsschen, die sie voller Freude in die Menge warfen. Ihnen folgte die „Grefrather Police“ mit einem Kleinwagen. Stargast Heino – in täuschend echter Optik – führte den Lanzerather Schlager-Express an. Der „schönste Wagen des diesjährigen Grefrather Tulpensonntagszugs“: Schon von weitem erkannten Rocker die Klänge von „I was made for loving you“ der bekannten Band Kiss. Authentisch verkleidet, aber wenig furchteinflößend rockten die Narren ihr Motto. Kontrastprogramm: Ihnen folgte eine Beachparty und sanfteren, fröhlichen Klängen. Köche warfen mit Kartoffeln statt mit Süßigkeiten, verteilten Waschpulver-Proben und Taschentücher.

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