Die Voltigierer aus Grimlinghausen räumen beim renommierten Wettkampf in Aachen ab. Im Nationenpreis gibt es die Traumnote 9,0.

Die Voltigierer aus Grimlinghausen räumen beim renommierten Wettkampf in Aachen ab. Im Nationenpreis gibt es die Traumnote 9,0.
Die Voltigier-Gruppe des RSV Grimlinghausen erlebte ein traumhaftes Wochenende in Aachen.

Die Voltigier-Gruppe des RSV Grimlinghausen erlebte ein traumhaftes Wochenende in Aachen.

Impressions/Jürgen Rengel

Die Voltigier-Gruppe des RSV Grimlinghausen erlebte ein traumhaftes Wochenende in Aachen.

Neuss/Aachen. Was für ein Wochenende für die Pferdeakrobaten vom RSV Grimlinghausen. Beim CHIO in Aachen überzeugten die Voltigierer von Trainerin Elisabeth Simon in allen Durchgängen und siegten in allen Prüfungen, in denen sie an den Start gingen. Zum Abschluss knackten die Erfolgsgaranten vom Nixhof im Nationenpreis mit ihrer Kür zum Thema „Alice im Wunderland“ sogar die magische Wertnote von 9,0.

Hauchdünner Erfolg vor der Mannschaft aus Köln

Der erste Streich gelang bereits am Samstag. Nach dem Sieg in der Pflicht lieferte sich das Team mit der Konkurrenz vom Voltigierverein Köln-Dünnwald auch in der Kür einen Schlagabtausch auf allerhöchstem Niveau. Da nach umgekehrter Reihenfolge der Resultate aus der Pflicht gestartet wurde, liefen die Kölner um als vorletzte Mannschaft in den CHIO-Zirkel. Das Team demonstrierte eine mit Highlights gespickte Darbietung und erreichte 8,675 Punkte. In den beiden Techniknoten kassierten die Rheinländer jeweils über 9,4 Punkte, in der Artistik mit 8,76 Punkten die höchste Wertung des Tages. In Artistik (8,085) und Technik (9,302/0,136) kamen die Neusser im Anschluss nicht ganz heran, voltigierten aber ebenfalls auf allerhöchstem Level. Ihren Anteil am Ergebnis trug einmal mehr Spitzenpferd Delia bei, die mit 8,09 Zählern die höchste Pferde-Wertung der Mannschaftskonkurrenz erzielte. Im Gesamtergebnis des Umlaufs blieben die Neusser mit 8,653 Punkten hauchdünn hinter Köln. Im Gesamtergebnis aus Pflicht und Kür sicherte sich das Team um Longenführerin Elisabeth Simon allerdings aufgrund des Vorsprungs aus der Pflicht den Sieg (Neuss 8,298 / Köln 8,216). „Wir sind wieder zurück. Das ist herrlich. Es ist toll zu sehen, dass sich das Team nach einem schwierigen letzten Jahr zurück an die Spitze gekämpft hat“, gab die langjährige Neusser Mannschaftstrainerin Jessica Lichtenberg zu Protokoll. Mit großem Abstand (7,713) landete das Team aus Italien auf Rang drei.

Bundestrainerin nominiert Janika Derks für die Europameisterschaft

Der zweite Streich gelang Janika Derks im Einzel. Nach Pflicht und Technikprogramm war sie als Führende in die finale Kür gegangen. Und auch im Abschlussprogramm zeigte sie mit ihrem Pferd Auxerre, ebenfalls longiert von Elisabeth Simon, keine Schwächen. Mit ihrer Choreografie zum Motto „Das Leben einer Katze“ überzeugte sie in allen Aspekten. 8,666 Punkte bedeuteten den zweiten Platz hinter Sarah Kay aus Münster. Im Gesamtranking hingegen sicherte sich die 27 Jahre alte Physiotherapeutin mit 8,227 Zählern ihren ersten Einzel-Sieg in Aachen, nachdem sie im Vorjahr noch der Hamburgerin Kristine Boe den Vortritt lassen musste, die diesmal hinter der zweitplatzierten Italienerin Anna Cavallaro Rang drei belegte.

Bis dahin war es ohnehin schon das perfekte Turnier für den RSV. Doch es kam noch besser. Zunächst erhielt Janika Derks von Bundestrainerin Ulla Ramge das wohlverdiente Ticket für die Europameisterschaft im österreichischen Ebreichsdorf Anfang August. Anschließend wurden Neuss und Derks – gemeinsam mit Kristina Boe – für den gestrigen Nationenpreis als Team Deutschland I nominiert. Und dort übertrafen die Neusserinnen schließlich alle Erwartungen.

Janika Derks legte mit einer Wertnote von 8,79 Punkten noch ein paar Prozent zu, Boe legte 8,783 Punkte nach und das Team durchbrach mit 9,035 Zählern die 9,0-Schallmauer. Bedeuteten 26,608 Punkte in der Summe, an denen im Anschluss die Vertreter von Team Deutschland II und Italien nicht herankommen sollten. „Das ist ein echtes Wunder für uns. Wir wussten, dass unsere Kür cool ist und Spaß macht, aber mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagte Teammitglied Pauline Riedl im WDR-Interview.

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