Die Kongressmesse „e-NRW“ mit etwa 500 Teilnehmern findet im November in Neuss statt.

Die Kongressmesse „e-NRW“ mit etwa 500 Teilnehmern findet im November in Neuss statt.
Hartmut Beuß und Wilfried Kruse arbeiten zurzeit am programm für „e-NRW“.

Hartmut Beuß und Wilfried Kruse arbeiten zurzeit am programm für „e-NRW“.

Hartmut Beuß und Wilfried Kruse arbeiten zurzeit am programm für „e-NRW“.

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Hartmut Beuß und Wilfried Kruse arbeiten zurzeit am programm für „e-NRW“.

Neuss. Bei der Kongressmesse „e-NRW“ geht es mitunter beinahe zu wie bei einem Familientreffen: Nicht nur, dass es ein stetes Wiedersehen unter Altbekannten gibt und dennoch stets neue Gesichter hinzukommen. Guten Gewissens können die Teilnehmer auch sagen: „Hui, ist die groß geworden.“ Angefangen hat die Kongressmesse schließlich in überschaubarer Runde. „Weil der Kongress unter meiner fachlichen Leitung und Moderation von circa 80 Teilnehmern in fünf Jahren auf mittlerweile fast 450 Teilnehmer angewachsen ist, zieht er dieses Jahr in die Neusser Stadthalle/Dorint Hotel um“, erklärt Wilfried Kruse.

Ein Hauptthema ist die Online-Verwaltung

Er ist Geschäftsführender Gesellschafter des Instituts IVMhoch2, das auf Verwaltungsmanagement, Mittelstandsforschung und Zukunftsplanung spezialisiert ist und die Fachzeitschrift „Behörden Spiegel“, die die Kongressmesse veranstaltet, bei der Durchführung unterstützt.

Neuss wird am 9. November für die Top-Entscheider von Land und Kommunen zur Plattform zum Meinungsaustausch für alle Fragen zu IT und IT-gestützter Verwaltungsmodernisierung. Laut Veranstalter ist e-NRW auch deshalb von zentraler Bedeutung, weil NRW nicht nur das größte Bundesland ist, sondern auch über starke Kommunalverwaltungen verfügt.

Ein zentrales Thema unter den kommunalen Fachleuten ist die Umsetzung des im Juli 2016 in Kraft getretenen E-Government-Gesetzes. Ziel ist es, neben Online-Verwaltungsservices für Bürger auch adäquate, an den Bedarf der Wirtschaft angepasste Angebote zu schaffen, um im nationalen und globalen Wettbewerb zu bestehen. Das Gesetz gilt schließlich nicht nur für die Landesverwaltung und die Kommunen, sondern auch für öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Das gilt zum Beispiel für die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern; die Landwirtschaftskammer hingegen ist ausgenommen.

Im vergangenen Jahr war der Kongress in Düsseldorf zu Gast

Zuletzt fand der Fachkongress im Lindner-Congress-Hotel Düsseldorf-Heerdt statt. Mit Erreichen der 450-Teilnehmer-Marke im November 2016 war für die Veranstalter jedoch klar, dass größere Räumlichkeiten hermüssen. „Wir mussten im vergangenen Jahr sogar Interessenten abweisen, weil der Platz nicht reichte“, sagt Kruse. In Neuss wird im November die 500er Marke geknackt.

Wilfried Kruse, ehemaliger Beigeordneter in Neuss und Düsseldorf sowie früherer Leiter des IT-Dienstleisters ITK Rheinland, stellt derzeit die Themen für den Fachkongress zusammen. „Es ist die IT-Leitfachtagung für NRW schlechthin“, sagt er. Im März wird er mit Hartmut Beuß, Beauftragter der NRW-Landesregierung für Informationstechnik (CIO), das Programm festzurren. Im Zentrum wird wohl die „Mentale Transformation im digitalen Zeitalter“ stehen. „Die Technik ist nicht das Problem“, sagt Kruse. Die Menschen müssten vielmehr im Umgang mit der Technik fitgemacht werden und ihren Nutzen erfassen.

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