Planungsmittel sind freigegeben: Der Neubau der Kinderklinik kommt. Dazu Geschäftsführer Rüsken.

WZ: Herr Rüsken, der Verwaltungsrat hat Planungskosten unter anderem für den Neubau der Kinderklinik genehmigt. Warum ist das ein vordringliches Projekt des Lukaskrankenhauses?

Rüsken: Die Kinderklinik ist 45 Jahre alt. Damals zählte sie zu den modernsten Europas. Aber jetzt ist das Konzept völlig überholt. So sind wir nicht wettbewerbsfähig. Mütter müssen mit im Zimmer ihrer Kinder schlafen können, brauchen Dusche und WC. Das können wir jetzt nicht bieten.

WZ: Ein ganzes Baupaket soll auf den Weg gebracht werden. Was steht noch an?

Rüsken: In das Gebäude der Kinderklinik ist bekanntlich die HNO-Klinik mit eingezogen. Das Haus ist aber für Kinder gebaut! Wenn schon Baustelle, erstellen wir jetzt also auch noch Räume für die HNO. Jetzt machen wir Maßarbeit. Danach wird es nie wieder Bettentransfer unter freiem Himmel geben.

WZ: Und der Kostenrahmen?

Rüsken: Jetzt sind erst einmal die Planungskosten von 100.000 Euro genehmigt. Die Kosten für Kinderklinik, HNO, neue OPs für HNO und eine neue Dialyse sind auf 20,4 Millionen Euro geschätzt. Und diese Schätzung ist sicher!

WZ: Wie wird finanziert?

Rüsken: Das funktioniert wegen der neuen Förderung des Landes, Minister Laumann sei Dank. Er hat die Einzelförderung abgeschafft und verteilt pauschal. Die Kliniken können selbst über die Verwendung entscheiden. Das Lukas kann jährlich mit 1,1Millionen Euro rechnen. Damit holen wir uns 18 Millionen Euro bei der Bank. Die Spitze finanzieren wir selbst.

WZ: Schreibt das Lukas weiterhin schwarze Zahlen?

Rüsken: Ja. 2008 hatten wir ein Plus von einer halben Million Euro. Auch für dieses Jahr gehe ich von schwarzen Zahlen aus - und von einem Überschuss in mindestens dergleichen Höhe.

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