Mögliche Standorte finden sich zum Beispiel an Sportplätzen.

Dormagen Finanziell soll es laut Kämmerin Tanja Gaspers für den Haushalt 2016 dank vermutlich hoher Refinanzierung durch Bund und Land nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz „ein Nullsummenspiel“ werden: Um die erwarteten Flüchtlingsströme unterbringen zu können, wird die Stadt Dormagen im kommenden Jahr neun neue Unterkünfte mit jeweils 80 bis 150 Plätzen für Asylbewerber bauen, die in fast allen größeren Stadtteilen liegen.

Unterbringungskonzept wird den Bürgern noch vorgestellt

Die als machbar identifizierten Standorte für 2016 auf städtischen Grundstücken stellte Bürgermeister Erik Lierenfeld im Hauptausschuss vor. Dabei handelt es sich zum Beispiel um bisherige Friedhofserweiterungsflächen, um nicht genutzte Flächen an Sportplätzen sowie um schnell zu erschließende und zu bebauende Flächen.

Dazu laufen weiterhin die Gespräche mit der Bezirksregierung Düsseldorf über eine Landeseinrichtung für 500 Flüchtlinge am Wahler Berg. Kommt diese nicht, so machte Lierenfeld deutlich, „müssten als Alternative weitere Einrichtungen in Stürzelberg und Zons gesucht werden.“ Das Unterbringungs-Konzept werde in einer großen Info-Veranstaltung den Bürgern vorgestellt, versprach Lierenfeld. Die Verwaltung hat im Hauptausschuss eine detaillierte Übersicht über die Flüchtlingsunterkünfte und die -betreuung bisher sowie die Prognose der zu erwartenden Zahlen vorgelegt. Dabei wurden drei Szenarien entwickelt, mit unterschiedlichem Zustrom von 50, 100 oder 150 Asylbewerbern pro Monat – in allen drei Beispielen wird davon ausgegangen, dass jeweils zehn Asylbewerber die Stadt pro Monat wieder verlassen.

Landes-Notunterkünfte werden wohl bis zum Sommer betrieben

Bis Ende 2016 wären das im besten Fall zusätzliche 500 Plätze. „Das ist nicht mit zentralen Lösungen zu schaffen, daher müssen wir 2016 mehrere dezentrale Unterbringungen im ganzen Stadtgebiet bauen“, betonte Lierenfeld. Er geht davon aus, dass die beiden Landes-Notunterkünfte, die bis zum 29. Februar 2016 angefordert sind, bis zum Sommer betrieben werden.

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