Grevenbroich. Der Stadt Grevenbroich werden jetzt wieder vermehrt Flüchtlinge dauerhaft zugewiesen. In dieser Woche kamen 43 Asylbewerber. Untergebracht werden die Menschen etwa im alten Finanzamt und in der Unterkunft an der Provinzstraße in Gustorf. In den nächsten Monaten muss die Stadt mit weiteren Ankömmlingen rechnen, ab dieser Woche bis November wurden der Verwaltung insgesamt rund 300 bis 340 Menschen angekündigt. Einen Ansturm wie 2015, als eine Turnhalle nach der anderen belegt wurde, soll es nicht geben. „Wir haben mit der Bezirksregierung besprochen, dass je Woche rund 40 Asylbewerber zu uns kommen“, erläutert Dezernent Claus Ropertz. „Für die nächste Woche wurden uns 37 Menschen angekündigt“, so Fachbereichsleiterin Heike Steinhäuser. Darunter sei ein Asylbewerber, der an Diabetes leidet. „Für ihn organisieren wir jetzt eine Dialyse.“

291 Flüchtlinge leben zurzeit in Wohnungen

Erstaufnahme und medizinische Untersuchung sind bei den Neuankömmlingen bereits erfolgt. Zurzeit sind der Stadt 770 Flüchtlinge zugewiesen, davon leben 291 in Wohnungen, die übrigen in Asylbewerber-Unterkünften.

Raum-Kapazitäten hat die Stadt zurzeit ausreichend zur Verfügung. Die Leichtbauhallen am Hagelkreuz und daneben die Wohncontainer an der Gilbachstraße stehen nach wie vor leer. Die Stadt rechnet damit, dass im vierten Quartal dieses Jahres die ersten Bewohner einziehen. Platz ist in beiden Einrichtungen für insgesamt 260 Menschen. Die Stadt will die Kapazitäten aber, wie Ropertz betont, nicht voll ausschöpfen. Die „Zeltstadt“ am Hagelkreuz war zunächst als Drehscheibe für die Neuankömmlinge vorgesehen. Nun ist dort die Unterbringung für einen längeren Zeitraum geplant. „Wir rüsten die Hallen zurzeit mit Küchenzeilen nach, damit sich die Bewohner selbst versorgen können“, so Ropertz. Eine Raum-Reserve steht am Langer Weg in Gindorf zur Verfügung. Mitte 2015 hatte die Stadt dort Wohncontainer für bis zu 48 Menschen errichtet. Nachdem viele Bewohner eine Aufenthaltserlaubnis haben und sich eine Wohnung gesucht haben, wurden die übrigen auf andere Unterkünfte verteilt. Die Container stehen leer, sollen aber für den Fall steigenden Bedarfs zunächst erhalten bleiben. „Die Wohncontaineranlage soll, wie wir angekündigt hatten, nach zwei Jahren wieder abgebaut werden“, sagt Ropertz. cso-

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