Der Oberligist tritt morgen Mittag beim TV Jahn Hiesfeld an.

Seit vier Spielen folgt der SC Kapellen einer Serie: Auf ein Unentschieden setzt der Oberligist einen Sieg. In der Praxis sieht das so aus: 2:2 gegen Bösinghoven, 4:2 in Sonsbeck, 3:3 gegen Velbert und 2:0 in Nievenheim. Damit wäre für die Gäste morgen auf dem Rasenplatz „Am Freibad“ beim TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld (Anstoß 15 Uhr) eigentlich wieder eine Punkteteilung an der Reihe. Ein Spielausgang, mit dem Trainer Frank Mitschkowski sehr gut leben könnte: „Jeder Punkt ist wichtig, jeder Punkt kann entscheidend sein.“

Die vier Partien ohne Niederlage haben den Erftstädtern in der Tabelle fünf Spieltage vor Saisonschluss ein komfortables Polster von neun Punkten auf den ersten Abstiegsplatz beschert. Dazu zeigte die Mannschaft zuletzt gute Nerven, als sie in Sonsbeck und Nievenheim absolute Muss-Siege einbrachte. Allerdings schien der SCK zu Beginn der Rückrunde schon einmal auf dem besten Weg, sich mit überzeugenden Leistungen aus dem größten Schlamassel zu befreien. Nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge gewann Kapellen jedoch keine der nächsten fünf Begegnungen und steckte plötzlich wieder in akuten Nöten.

Das soll nun anders werden, zumal der Coach von der Qualität seiner Truppe nach wie vor hundertprozentig überzeugt ist. Dumm nur, dass er sich mit frischen Personalsorgen beschäftigen muss: Dalibor Cvetkovic fällt mit fast schon chronischen Achillessehnenschmerzen ebenso aus wie Ede Ungefug und Dragan Kalkan, die aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stehen. Kapitän Robert Wilschrey sah beim Sieg in Nievenheim die Ampelkarte und sitzt für ein Spiel draußen.

Schön ist das nicht, zählt Hiesfeld doch zum Hochadel der Oberliga Niederrhein. Zwar war den Veilchen durchaus mehr zugetraut worden als Platz sieben, doch an der Wertschätzung Mitschkowskis ändert das gar nichts. Seine Kurzcharakterisierung des Kontrahenten: „gute Mannschaft, guter Trainer.“ Mit seinem Kollegen Jörg Vollack, der seinen Vertrag in Dinslaken bereits um ein Jahr verlängert hat, hält er Kontakt, gibt und holt sich wertvolle Tipps. Natürlich nicht vor direkten Duellen. Das Hinspiel war für den SCK ziemlich unerfreulich verlaufen, am Ende einer faden Partie stand eine viel zu deutliche 1:4-Niederlage, bei der große individuelle Klasse aufseiten des TVJ auf schwerwiegende Abwehrpatzer der Gastgeber traf. Ein Szenario wie geschaffen für einen Fuchs wie Danny Rankl, der in dieser Spielzeit bereits 17 Mal getroffen hat.

Weil die Saison mehr oder weniger gelaufen ist, hat sich der TV Jahn schon ausgiebig mit der Zukunft beschäftigt: An Bord gehen Maik Goralski (MSV Duisburg II), Joel Zwikirsch (RWO II), Christian Biegierz (Sterkrade-Nord), Patric Dertwinkel (TuRU Düsseldorf) und Daniel Hinnemann (Friedrichsfeld 08/29).

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