Die Planer wollen verhindern, dass Kunden Schleichwege nutzen.

Für ein halbes Jahr soll die Brücke über die A 57 gesperrt werden.
Für ein halbes Jahr soll die Brücke über die A 57 gesperrt werden.

Für ein halbes Jahr soll die Brücke über die A 57 gesperrt werden.

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Für ein halbes Jahr soll die Brücke über die A 57 gesperrt werden.

Neuss. Der Landesverkehrsminister hat genehmigt, dass auf der Morgensternsheide die Brücke über die Autobahn 57 (Holzbüttgener Weg) im Rahmen eines Verkehrsversuches gesperrt werden darf. Die Genehmigung ist auf sechs Monate befristet und wurde für die Zeit beantragt, wenn im Sommer gleich nebenan auf Kaarster Gebiet das neue Ikea-Möbelhaus eröffnet. „Autofahren wollen rollen“, sagt Planungsdezernent Christoph Hölters, der fürchtet, dass im dann zu erwartenden Kundenandrang dieser Tage und Wochen „der Verkehr nach Neuss überschwappt“.

Die Ministererlaubnis lässt zwei Optionen zu

Einen Vorgeschmack darauf, wie sich eine Brückensperrung in der Praxis auswirken würde, gibt es schon jetzt. Denn wegen Bauarbeiten an dem neuen Ikea-Möbelhaus ist dieser Schleichweg aktuell unpassierbar. Doch das ist nur vorübergehend und schon kommende Woche vorbei – nach dem Richtfest, das heute auf der Großbaustelle gefeiert wird.

Neben dem „Ob“ geht es auch um das „Wie“. Denn die ministerielle Erlaubnis lässt zwei Optionen zu, die die Stadt ausgearbeitet und der Politik vorgestellt hat. Klargestellt wird in diesem Zusammenhang aber auch, dass es keine Sonderrechte für die Anwohner der Morgensternsheide oder der Enklave „Auf dem Berg/An der Hecke“ westlich der A 57 geben wird. „Eine Sperrung würde alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen treffen“, heißt es aus der Verwaltung. Sie reagiert damit auf Aussagen, die bei einem Bürgerinformationsabend der CDU-Stadtverordneten Anne Holt laut geworden waren. Tenor: Eine Sperrung nur, wenn es für die Schranke individuelle Öffnungsmöglichkeiten gibt. Ansonsten sei sie für Betroffene nicht zumutbar. Das steht zur Auswahl:

Variante eins

Gesperrt wird direkt an der Stelle, an der die Straße Hüngert in den Holzbüttgener Weg übergeht. Das hätte den Vorteil, dass die Zufahrt zur Brücke für die Menschen in der Enklave frei ist, weil die Straße „An der Hecke“ hinter der Schranke mündet. Nachteil: Um nach Kaarst zu kommen, müssten diese Neusser einen großen Umweg über die Neusser Furth fahren, zudem müssten weitere Wirtschaftswege gesperrt werden, damit sich der Verkehr keinen neuen Weg durch die Felder bahnt.

Variante zwei

Sie sieht einen Aufbau der Schranke unmittelbar an der Zufahrt zur Brücke vor. Auch das würde Durchgangsverkehr verhindern und zudem keine weiteren Sperrmaßnahmen möglich machen, hält die Verwaltung fest. Nachteil: Die Enklave wäre gänzlich von Neuss abgeschnitten, was auch Nachteile für die GWN-Gärtnerei am Leuchtenhof zur Folge hätte. Und zumindest für Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Neuss müsste eine Lösung gefunden werden, wie sie im Einsatzfall die Schranke überwinden können.

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