Nachdem Karl-Heinz Rüsgen mit seinem Hund spazieren gewesen war, ging es dem Tier schlechter. Die Familie vermutet eine Vergiftung.

Karl-Heinz Rüsgen und Tochter Monique Borger mit Bildern von Rusty auf dem Weg, wo Rüsgens Nachbarn eine Warnung angebracht haben.
Karl-Heinz Rüsgen und Tochter Monique Borger mit Bildern von Rusty auf dem Weg, wo Rüsgens Nachbarn eine Warnung angebracht haben.

Karl-Heinz Rüsgen und Tochter Monique Borger mit Bildern von Rusty auf dem Weg, wo Rüsgens Nachbarn eine Warnung angebracht haben.

Anja Tinter

Karl-Heinz Rüsgen und Tochter Monique Borger mit Bildern von Rusty auf dem Weg, wo Rüsgens Nachbarn eine Warnung angebracht haben.

Delhoven. Karl-Heinz Rüsgen fällt das Sprechen schwer. Immer wieder hält er inne, versucht, die Tränen zurückzuhalten, wenn er von Rusty spricht. Rusty, einer seiner beiden Yorkshire Terrier, ist tot. Vermutlich vergiftet mit Rattengift. Am Dienstagmorgen vergangener Woche müsse es passiert sein, vermutet Rüsgen. Wie fast jeden Morgen ging der Delhovener gegen 4.45 Uhr vor der Arbeit mit seinen beiden Hunden Rusty (zwölf Jahre) und Eik (acht Jahre) auf dem Feldweg Richtung Wertherhof spazieren. „Um diese Zeit sind nicht viele Leute und Hunde unterwegs. Da lasse ich die beiden laufen“, sagt er. Und während Eik in der Regel losrennt, war Rusty mittlerweile eher der Gemütliche, trabte treu hinter seinem Herrchen her.

Auf eine Obduktion verzichtete die Familie

Und da muss es irgendwie passiert sein. Rüsgen jedenfalls hat nichts bemerkt und nichts gesehen. Kein Wunder, ist es um diese Uhrzeit noch dunkel. Rustys Gesundheitszustand wurde zusehends schlechter. „Er fraß nichts mehr, war unruhig, konnte nicht schlafen“, sagt Rüsgens Tochter Monique Borger. Rusty, der sonst so zutraulich war, zog sich zurück. Als sein Zustand sich nicht besserte, packte Ehefrau Doris das Tier in eine Reisetasche und fuhr zum Tierarzt. Dort angekommen, war der kleine Rusty bereits tot.

„Blut lief ihm aus der Nase. Anhand seines Mundgeruchs meinte der Arzt feststellen zu können, dass er wahrscheinlich Rattengift gefressen hatte“, sagt Borger. Letzte Klarheit hätte nur eine Obduktion gebracht, aber auf die verzichtete die Familie, ebenso auf eine Anzeige. „Anzeige gegen unbekannt, was soll das bringen“, sagt Karl-Heinz Rüsgen.

Nachbarn haben inzwischen an dem Weg ein Warnschild aufgestellt, unter anderem mit dem Appell: „Passt auf Eure Hunde auf! Lasst sie nichts vom Boden fressen!“ Rüsgen geht nach wie vor jeden Morgen den gewohnten Weg – jetzt nur noch mit Eik.

Anzeigen über vergiftete Hunde kämen immer mal wieder vor, sagt Hans-Willi Arnold, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Jedoch könne von einer Häufung im Dormagener Stadtgebiet keine Rede sein. Lange habe es keine gegeben.

Eines ist Monique Borger aber klar: „Auch wenn wir nichts gefunden haben, sicher wird Rusty kein loses Rattengift gefressen haben. Da muss einer schon irgendetwas präpariert haben.“

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