Neuss siegt 3:2 in Heimfeld, enttäuscht aber beim 3:3 gegen den Letzten.

Neuss siegt 3:2 in Heimfeld, enttäuscht aber beim 3:3 gegen den Letzten.
Mario Stümpel (r.) traf gegen Klipper Hamburg kurz vor dem Ende zum 3:2 für SW Neuss. Zum Sieg reichte es aber nicht. Archiv

Mario Stümpel (r.) traf gegen Klipper Hamburg kurz vor dem Ende zum 3:2 für SW Neuss. Zum Sieg reichte es aber nicht. Archiv

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Mario Stümpel (r.) traf gegen Klipper Hamburg kurz vor dem Ende zum 3:2 für SW Neuss. Zum Sieg reichte es aber nicht. Archiv

Neuss. Obwohl sich der HTC SW Neuss bereits am Freitagabend auf die Reise nach Hamburg begeben hatte, benötigte der Hockey-Zweitligist in beiden Partien des Wochenendes Wachmacher in Form von frühen Gegentoren: Beim 3:3 (2:2) am Samstag gegen das Schlusslicht Klipper THC lagen die Schützlinge von Trainer Matthias Gräber nach vier Minuten mit 0:2 zurück, am Sonntag fing sich der HTC beim 3:2 (1:2)-Erfolg bei der TG Heimfeld ebenfalls zu Beginn zwei Gegentreffer.

Schon mit dem unbefriedigenden 3:3 bei Klipper hatte Schwarz-Weiß Tabellenplatz zwei an BW Köln, das mit einem 3:2-Sieg beim Spitzenreiter Hamburger Polo Club überraschte, verloren. Die Gastgeber bestraften schläfrige Rheinländer mit schnellen Treffern von Anton Körber, der in der zweiten Minute eine kurze Ecke verwandelte, und Moritz Eggers (4.). Ein Doppelschlag von Abbas Haider (12./Ecke) und dem angeschlagen ins Match gegangenen Tomasz Górny (13.) brachte die Schwarz-Weißen noch im ersten Viertel zurück in die Partie. Bis vier Minuten vor dem Ende tat sich danach vor beiden Toren lange nichts mehr. Dann schlug Neuss, gerade einer doppelten Unterzahl (Gelbe Karte für Christoph Martial/51., Grüne Karte für Abbas Haider/54.) unbeschadet entkommen, zu. Nach einer abgewehrten Strafecke nutzte Mario Stümpel den folgenden Konter zum 3:2 (56.). Hamburgs Coach Peter Krüger beorderte sofort seinen Torhüter auf die Bank – und mit einem zusätzlichen Feldspieler erzwang das Schlusslicht 13 Sekundenvor dem Ende die sechste Strafecke, die Markus Löhde zum Ausgleich nutzte. „Natürlich ist das ärgerlich. Wenn man das Spiel Revue passieren lässt, geht das Ergebnis aber schon in Ordnung. Wir haben nicht wirklich gut gespielt“, sagte Matthias Gräber.

Für Tomasz Górny ist die Spielzeit wohl vorzeitig beendet

In Heimfeld brauchten die Neusser nach ihrer Tiefschlafphase zum Start mit Gegentreffern durch Leonard Schöning (3.) und Tim Hirt (5.) bis zur zweiten Hälfte, um mit Toren von Julian Dettmer (24./Ecke) und Sebastian Draguhn (38.) zum Ausgleich zu kommen. Wie am Tag zuvor gingen die Gäste kurz vor Schluss in Führung, Abbas Haider gelang per Ecke das 3:2. Und diesmal brachten die Neusser den Vorsprung über die Zeit. Und das war beileibe keine Selbstverständlichkeit, denn am Duell mit Klipper hatte der HTC noch zu knabbern. Für den gesundheitlich angeschlagenen Jonas Radeke stand in Heimfeld „Oldie“ Marcin Pobuta (42) im Kasten. Jan Mausberg, der am Tag zuvor unliebsame Bekanntschaft mit einem gegnerischen Schläger gemacht hatte, vermochte nur sehr sporadisch einzugreifen und Tomasz Górny war in dieser Partie so unglücklich auf die Schulter gefallen, dass er wohl unters Messer muss. Die Saison dürfte für den polnischen Nationalspieler gelaufen sein.

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