Ehrenamtler sollen die Verwaltung unterstützen.

Jröne Meerke
Am Spielplatz wurde eine Hecke gesetzt, um die Gänse von der Fläche fernzuhalten.

Am Spielplatz wurde eine Hecke gesetzt, um die Gänse von der Fläche fernzuhalten.

privat

Am Spielplatz wurde eine Hecke gesetzt, um die Gänse von der Fläche fernzuhalten.

Nordstadt. Bürger der Nordstadt wollen die Stadtverwaltung bei der Aufsicht am Jröne Meerke mit ehrenamtlichen Helfern unterstützen. Denn zu den Hauptproblemen in der Grünanlage zählen das illegale Füttern von Gänsen und Enten sowie das Hinterlassen von Müll. „Am 17. Mai wird es um 15 Uhr ein Treffen am Unterstand des Jröne Meerke geben“, kündigt Jörg Böckendorf von der Bürgerinitiative an.

Die Helfer werden vom Ordnungsamt eingewiesen

Wer sich für die Parkkontrolle zur Verfügung stelle, werde auch nicht ins kalte Wasser geworfen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes weise die Helfer ein. „Die Aufsicht sollte immer zu zweit gemacht werden“, sagt Böckendorf. Niemand solle sich in Gefahr begeben. In brenzligen Situationen gebe es immer noch die Möglichkeit, das Ordnungsamt oder die Polizei zu informieren. „Aber oft – so ist meine Erfahrung – reicht es, wenn man die Leute, die sich nicht richtig verhalten, vernünftig anspricht und die Lage erklärt. Dann funktioniert es meistens“, sagt der Nordstädter.

Er freut sich, dass in dem Park langsam Verbesserungen zu sehen sind. „Entlang des Spielplatzes wurde inzwischen die Hecke gepflanzt“, berichtet Böckendorf. „Wenn die mal groß genug ist, soll das die Gänse abhalten, auf den Spielplatz zu gehen.“ Denn wenn eine Gans irgendwo nicht hindurchschauen könne, wittere sie instinktiv Gefahr. Mit der natürlichen Barriere soll verhindert werden, dass die Spielfläche durch den Kot der Tiere verdreckt wird.

Die Stadt hat derweil die Bepflanzung der Uferzone ausgeschrieben. Dies soll ebenfalls verhindern, dass die Gänse den gesamten Park für sich einnehmen. Zudem hat das Amt für Umwelt und Stadtgrün vor kurzem ein dreisprachiges Faltblatt zum Thema „Wasservögel füttern? Bitte nicht!“ herausgebracht. Darin wird auf Deutsch, Englisch und Türkisch das bestehende Fütterungsverbot für wildlebende Tiere in der Stadt Neuss am Beispiel der Wasservögel am Jröne Meerke erläutert. Das Faltblatt liegt in zahlreichen Geschäften und öffentlichen Einrichtungen kostenlos aus.

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