Grevenbroich. Nach einem Feuer an der Königstraße in Elsen in der Nacht zu gestern wurden zwei Hausbewohner, die Rauch eingeatmet hatten, ins Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. „Nach ersten Erkenntnissen könnte eine brennende Kerze die Ursache gewesen sein“, sagte Polizeisprecherin Diane Drawe. Einen technischen Defekt oder Brandstiftung schließen die Ermittler derzeit aus. Das Haus ist nach dem Feuer unbewohnbar.

Kurz vor 1.30 Uhr wurde der Brand in dem Mehrfamilienhaus am frühen Freitagmorgen gemeldet. Polizisten, die schnell vor Ort waren, retteten die 93 Jahre alte Hausbesitzerin und trugen sie ins Freie. Das Feuer war in der Wohnung eines 47 Jahre alten Hausbewohners ausgebrochen, der sich beim Eintreffen der Feuerwehr bereits draußen befand. „Wir stellten fest, dass ein einetagiger Anbau im Vollbrand stand. Tiefschwarzer Rauch kam heraus und zog in die obere Etage des Hauses“, schildert Feuerwehr-Einsatz-Leiter Jan Boßems. „Der Hausbewohner sagte uns, dass noch zwei Hunde im Obergeschoss seien.“ Feuerwehrleute drangen auf der Suche nach den Tieren in die verrauchten Räume vor. „Vier Mal haben wir die Räume durchgesucht, doch wir haben sie nicht gefunden. Vermutlich konnten sie selbstständig nach draußen gelangen“, so Boßems. Mehrere Trupps der Feuerwehr löschten unter Atemschutz die Flammen. Die Nachbarhäuser wurden evakuiert, ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude konnte die Feuerwehr jedoch verhindern. Neben Polizei und Rettungsdienst waren 28 Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wache sowie aus den ehrenamtlich tätigen Einheiten Stadtmitte, Hemmerden und Gustorf vor Ort. Rund zweieinhalb Stunden dauerte der Einsatz, die Königstraße musste für die Löscharbeiten gesperrt werden. cso-

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