Bodo Klimpel ist vielen in der Stadt bekannt.

Bodo Klimpel sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.
Bodo Klimpel sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Bodo Klimpel sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

dpa

Bodo Klimpel sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Kaarst. Blass, mit rot umrandeten Augen und brüchiger Stimme hockt Bodo Klimpel vor der Presse. Seit 2004 ist er der Bürgermeister von Haltern, dem Ort, aus dem 16 Schüler und zwei Lehrerinnen kommen, die an Bord des verunglückten Germanwings-Fluges 4U 9525 waren. Die Bilder des Mannes, der mit den Tränen kämpft, gehen um die Welt. Vielen Kaarstern ist er als „einer von ihnen“ bekannt. Bürgermeister Franz-Josef Moormann lernte der 51-Jährigen im Studium kennen.

Bodo Klimpel ist zwar kein gebürtiger Kaarster, zog jedoch mit seinen Eltern 1968 als kleines Kind her. Geboren wurde er 1963 in Indien, wo sein Vater als Schlosser am Aufbau eines Stahlwerks beteiligt war. Er besuchte die Matthias-Claudius-Grundschule und später die Realschule an der Halestraße, spielte bis zur A-Jugend Fußball bei der SG Kaarst.

Stephan Grüter wurde zu einem wichtigen Förderer

1980 begann er die Ausbildung zum Verwaltungsfachmann im mittleren Dienst bei der – damals noch – Gemeindeverwaltung Kaarst. „Stadtdirektor Stephan Grüter wurde zu einem wichtigen Förderer von mir, er hat mich immer wieder angetrieben“, erzählte Klimpel im vergangenen Jahr im Gespräch mit unserer Zeitung. Viele Jahre arbeitete er im Sozialamt, nach seinem Studium wechselte er in die Verwaltung der Landeshauptstadt. Bis zu seiner Berufung nach Haltern blieb er Mitglied der Schützengilde in Kaarst. In seiner neuen Heimat war der 51-Jährige ab 2001 zunächst als Kämmerer tätig. Im Mai 2014 wurde er zum zweiten Mal als Bürgermeister wiedergewählt.

Klimpels Sohn besucht das Joseph-König-Gymnasium

Klimpel ist verheiratet und selbst zweifacher Vater. Sein Sohn besucht das Joseph-König-Gymnasium – jene Schule, von der auch die verunglückten Schüler und Lehrerinnen kamen. Die Bundeskanzlerin, sagte er gesten, habe am Telefon ihre Anteilnahme ausgedrückt, der Bundespräsident übermittelte sein Beileid. Aber vor allem in der Kleinstadt, die durch die internationale Medienöffentlichkeit auf den Kopf gestellt ist, sei große Anteilnahme da. Man rücke zusammen, um sich gegenseitig zu trösten. juha/stef

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