Nach den Ferien kam die Heizung nicht in Fahrt: Schon nach vier Schulstunden war Schluss.

Auch Lisa hatte früher Schluss: Statt um 15 Uhr hieß es um 11.30 Uhr am Marienberg Unterrichtsende für alle.
Auch Lisa hatte früher Schluss: Statt um 15 Uhr hieß es um 11.30 Uhr am Marienberg Unterrichtsende für alle.

Auch Lisa hatte früher Schluss: Statt um 15 Uhr hieß es um 11.30 Uhr am Marienberg Unterrichtsende für alle.

Uli Engers

Auch Lisa hatte früher Schluss: Statt um 15 Uhr hieß es um 11.30 Uhr am Marienberg Unterrichtsende für alle.

Neuss. Vier Stunden hielten Schülerinnen und Lehrer tapfer im Gymnasium Marienberg durch, dann kam die erlösende Durchsage: schulfrei. Um 11.30 Uhr hatten am Mittwoch am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien die Beteiligten in Mänteln und Jacken genug gebibbert. Es war kalt, es blieb kalt.

"Es ist ja eigentlich immer ziemlich kalt im Marienberg", berichtet Lisa (16) aus der 11. Jahrgangsstufe, "aber das war dann doch einfach zu hart."

Das bestätigte Schulleiter Josef Burdich. Als er gestern Morgen in sein Büro kam, sei es 12 Grad kalt gewesen. "Das ganze Haus war ausgekühlt." Schuld daran hatte nicht etwa der Hausmeister.

Seit gut einem Jahr hat das Marienberg-Gymnasium die Heizanlage per Vertrag an die GC Wärmedienste, eine Stadtwerke-Tochter, übergeben. Die ist für Betrieb, Wartung und Reparaturen verantwortlich.

Fühler zeigte 3 Grad Außentemperatur

Dirk Hunke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tochter Gc Wärmedienste GmbH, räumte gestern den Fehler ein: Der Fühler, der die Außentemperatur misst und das dann in die Heizleistung "übersetzt" hatte eine zu hohe Temperatur angezeigt.

3 Grad seien am Dienstagmorgen an einer geschützten Stelle an der Kellertreppe als Außentemperatur gemessen worden. Ein erstaunlicher Wert, bibberte doch ganz Neuss in der Eiseskälte. So jedenfalls habe die Heizung, die während der Ferien auf 10 Grad programmiert war, zu langsam hochgefahren.

Das hat am Dienstag niemand bemerkt. Am Mittwochmorgen dann war es offensichtlich nicht möglich, bis zum Mittag auf normale Temperaturen zu kommen; Hunke sprach von der "Trägheit des großen Gebäudes". Bis heute morgen, so versprechen die Stadtwerke, soll es in der Schule normale Temperaturen geben.

Andere Schulen im Stadtgebiet waren am ersten Schultag von der arktischen Kälte nicht betroffen. Lediglich an der Leoschule gab es kleinere Probleme, die mittlerweile behoben seien, teilte Armin Krüger, Technischer Leiter des städtischen Gebäudemanagements, mit: Dort sei es "kalt, aber erträglich" gewesen.

Am Schulzentrum Südstadt entsteht große Pelletheizung

Kurz vor dem Abschluss stehen die Bauarbeiten der neuen Heizanlage für das Schulzentrum Südstadt. Hier entsteht in der Realschule ein große Anlage auch für die anderen Schulen, die mit Pellets betrieben wird.

In gut einer Woche soll diese Pelletheizung in Betrieb gehen. Teile des alten Heizkessels in der Realschule sind bereits angebaut. Aber auch an dieser Schule muss niemand frieren: Bis zur Inbetriebnahme des Vorzeige-Projektes wird über die anderen Schulen mitgeheizt.

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