Es war ein Erlebnis für Augen und Ohren: Kunstvolle Lichtinstallationen lockten am Wochenende in den Stadtpark.

wza_200x137_229093.jpeg
Die perfekte Illusion einer Unterwasserwelt: Viele Besucher stauten über dieses Kunstwerk.

Die perfekte Illusion einer Unterwasserwelt: Viele Besucher stauten über dieses Kunstwerk.

Sei kein Frosch: Die Lichtspiele faszinierten kleine und große Besucher.

Sei kein Frosch: Die Lichtspiele faszinierten kleine und große Besucher.

Marc Ingel, Bild 1 von 3

Die perfekte Illusion einer Unterwasserwelt: Viele Besucher stauten über dieses Kunstwerk.

Grevenbroich. Rote Lichtkaskaden drängten zum Himmel, Rauch entstieg der Erde, und seltsame Geräusche waren zu vernehmen. Schlichen da etwa unheimliche Urzeit-Viecher durch das Unterholz?
 
Gleich nebenan verbreitete eine Videoprojektion eines surrealen Lichttanzes Elfenzauber - und dazu funkelten auch noch die Sterne. Beim "Wundergarten des Lichts" verwandelte sich der Stadtpark für ein Wochenende in ein buntes Durcheinander und einen Augenschmaus zugleich.

Zum 25. Geburtstag gab’s ein Geschenk für alle

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens hatte der Kunstverein den Wundergarten des Lichts allen Kulturfreunden zum Geschenk gemacht. Schon am Freitagabend strömten mit Einbruch der Dämmerung hunderte Besucher in den Stadtpark, um sich verzaubern zu lassen.
 
Und tatsächlich: Selbst gestandene Grevenbroicher erkannten ihre Grünanlage kaum wieder: Vor der Villa Erckens glitten die Laserkaskaden von Design-Professor Rainer Plum über die Baumkronen, wenige Schritte weiter erklärten seine Studenten von der Aachener Fachhochschule ihre Arbeiten.
 
Hunderte Rosen blühten in Rot oder Ultra-Violett, je nach Beleuchtung, andernorts quollen Radionachrichten aus dem Lautsprecher - von der Audio-Künstlerin Natascha Fomina gehörig verfremdet. Denn in diesen Nächten war der Stadtpark eine Zauberwelt für sich.

Soziale Plastik: Ein gemeinsames Werk verschiedener Macher

Es herrschte ein geruhsames Kommen und Gehen, ganze Familien inklusive Hund und Anhang durchwandelten den Wundergarten und ließen sich auf ungewöhnliche Kunsterlebnisse ein.

Die Unterwasserwelt der Jüchener Montessori-Kita im Museumskeller etwa schaffte mit Pappmaché-Figuren, Schwarzlicht und vielen Metern dunklen Stoffes eine entrückte Atmosphäre und fügte sich nahtlos ins Konzept ein. "Und das hat wirklich ein Kindergarten gemacht?" staunte eine Besucherin.

Katholische Hauptschule zeigte Dia-Show mit Musik

Sie ist aufgegangen, die Idee der "sozialen Plastik", die den Wundergarten als gemeinsames Werk ganz verschiedener Einrichtungen versteht. Aus diesem Grund steuerte die Katholische Hauptschule unter anderem eine Dia-Show mit Musik und Rezitationen bei - auch dies ein Publikumsmagnet.
 
"Neben den schulbekannten Gesichtern entdecken wir auch viele Gäste von außerhalb", freute sich Kunstlehrerin Ute Broich. Manche Besucher kamen sogar von außerhalb der Kreisgrenzen. Familie Lorenz reiste spontan aus Krefeld an, gelockt durch einen Fernsehbericht. Es hat sich gelohnt, so ihr Fazit: "Solche Veranstaltungen kann es ruhig öfter geben."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer