Auch Reihengräber werden nach Beschluss im Ausschuss deutlich teurer.

Grevenbroich. Viele Friedhofsnutzer müssen sich auch im nächsten Jahr wieder auf höhere Kosten einstellen. Die Gebühr für ein Reihengrab steigt 2010 um mehr als 28 Prozent (von derzeit 1120 auf 1442 Euro), bei einem Urnenreihengrab sind es sogar über 40 Prozent (von 1057 auf 1468 Euro).

Das beschloss am Mittwoch der Landschafts- und Umweltausschuss mit jeweils einer Gegenstimme von UWG und Bündnis 90/Die Grünen.

Angehörige müssen einen größeren Kostenanteil übernehmen

Damit setzen Stadt und Politik ihre letztes Jahr beschlossene Linie fort. Die 2008 verabschiedete neue Gebührenordnung belastet die Angehörigen mit einem größeren Anteil der Kosten für den allgemeinen Friedhofsbetrieb. An den Kosten für Dienstleistungen wie Abfallentsorgung und Wasseranschluss beteiligte die Stadt sie schon 2009 zu 50 Prozent.

Nächstes Jahr steigt dieser Anteil auf satte 87 Prozent. Dies bedeutet deutlich höhere Gebühren vor allem für Nutzer von kleinen, wenig pflegeaufwändigen Grabflächen wie Urnengräbern. Wahlgräber dagegen, also die aufwändigsten Erdbestattungen, werden 2010 sogar günstiger (von 2192 auf 1846 Euro).

Der Anteil der Urnenbeisetzungen nimmt seit Jahren weiter zu und beträgt derzeit schon 43 Prozent. Weiter rückläufig ist dagegen die Zahl der traditionellen Erdbestattungen. Erste Auswirkungen der neuen Gebührenordnung zeigen sich offenbar schon jetzt. Nach Angaben der Verwaltung ist die Zahl der neuen Urnenreihengräber leicht zurückgegangen, vor allem bei den anonymen Urnengräbern. Dafür werden mehr Wahlgräber ausgesucht.

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