Schuldenuhr: Laut Steuerzahlerbund tickt die Schuldenuhr der Stadt falsch. Die Stadt habe 90und nicht 42 Millionen Euro Schulden.

Fast 42 Millionen Euro zeigte die Schuldenuhr am Mittwoch an. Für den Steuerzahlerbund ist das aber nur ein Posten der städtischen Gesamtschulden. Die Verwaltung verschweige das wahre Minus in der Kasse.
Fast 42 Millionen Euro zeigte die Schuldenuhr am Mittwoch an. Für den Steuerzahlerbund ist das aber nur ein Posten der städtischen Gesamtschulden. Die Verwaltung verschweige das wahre Minus in der Kasse.

Fast 42 Millionen Euro zeigte die Schuldenuhr am Mittwoch an. Für den Steuerzahlerbund ist das aber nur ein Posten der städtischen Gesamtschulden. Die Verwaltung verschweige das wahre Minus in der Kasse.

Tim In der Smitten

Fast 42 Millionen Euro zeigte die Schuldenuhr am Mittwoch an. Für den Steuerzahlerbund ist das aber nur ein Posten der städtischen Gesamtschulden. Die Verwaltung verschweige das wahre Minus in der Kasse.

Grevenbroich. Der Bund der Steuerzahler hat der Stadt Grevenbroich vorgeworfen, "nicht ganz ehrlich zu den Bürgern zu sein". Nach Kontrollen des Vereins gibt die Stadt den Stand ihrer Schulden auf der Uhr nicht korrekt an.

"Den Bürgern wird die wahre Höhe des Schuldenberges nicht mitgeteilt", sagt Beate Berrischen, Sprecherin des Steuerzahlerbundes. Nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW habe Grevenbroich Ende des Jahres 2007 Verbindlichkeiten von insgesamt 90,4 Millionen Euro gehabt.

Bei den Gesamtschulden der Stadt handelt es sich laut Steuerzahlerbund um knapp 38 Millionen Euro, die die Stadt direkt hat. Weitere zehn Millionen Euro Schulden stammen aus Krediten. Hinzu kämmen noch 42,5 Millionen Euro Schulden, die die Stadt in so genannten Sonderrechnungen habe. "Damit sind die Haushalte der städtischen Eigenbetriebe und Eigengesellschaften gemeint", sagt Berrischen.

"Die angegebenen Schulden sind nur die der Eigenbetriebe, nicht die Gesamtschulden."

Beate Berrischen, Sprecherin des Steuerzahlerbundes

Der Steuerzahlerbund vermutet nun, dass es sich bei den 42 Millionen Euro Schulden, die die Stadt auf ihrer Uhr anzeigt, genau um die Schulden der Eigenbetriebe und Eigengesellschaften handelt. "Nach unserer Ansicht spricht vieles dafür", sagt die Sprecherin.

Die Stadtverwaltung wollte am Mittwoch auf Nachfrage der WZ zu dem Vorwurf des Steuerzahlerbundes keine Angaben machen.

Bereits in der Vergangenheit hatte es Kritik an der Schuldenuhr gegeben, die Grevenbroich von der Stadt Langenfeld geliehen bekommen hat. So kritisiert die Partei Freien Bürger Grevenbroich, dass die Uhr nach einer starren Vorgabe runter zähle, ohne an die Finanzkasse gekoppelt zu sein.

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