Der Dependance-Betrieb hat bald ein Ende. 4,4 Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

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Freuen sich über den Neubau an der Hans-Sachs-Straße: Dezernent Michael Heesch, Schulausschuss-Vorsitzende Irmintrud Berger und Lehrer Hans-Josef Schnitzler (v.l.).

Freuen sich über den Neubau an der Hans-Sachs-Straße: Dezernent Michael Heesch, Schulausschuss-Vorsitzende Irmintrud Berger und Lehrer Hans-Josef Schnitzler (v.l.).

Uli Engers

Freuen sich über den Neubau an der Hans-Sachs-Straße: Dezernent Michael Heesch, Schulausschuss-Vorsitzende Irmintrud Berger und Lehrer Hans-Josef Schnitzler (v.l.).

Grevenbroich. Wenn die Hans-Sachs-Schule in der nächsten Woche ihre Gustorfer Dependance räumt, atmen Lehrer Hans-Josef Schnitzler und seine Kollegen auf. Sechs Jahre lang unterrichtete Schnitzler nicht nur im Orkener Hauptschul-Gebäude, sondern auch am fünf Kilometer entfernten Ausweich-Standort. In den Pausen musste er zwischen Orken und Gustorf hin- und herdüsen. "An Ruhe und Erholung war gar nicht zu denken", klagt er im Rückblick.

Das Schulgebäude wurde zu klein für 420 Schüler

Platzmangel hatte den Außenbetrieb notwendig gemacht. Mit der Schließung der Hauptschule Frimmersdorf/Gustorf wurden mehr Kinder in Orken angemeldet, und das Schulgebäude wurde bald zu klein für 420 Schüler. Zuletzt waren in Gustorf knapp 150 Schüler der Stufen 8 und 10 untergebracht.

Jetzt ist Schluss mit der Pendelei. Mit Start des neuen Schuljahres in zwei Wochen sind alle Hans-Sachs-Schüler unter einem Dach vereint. Dafür wurden beide Altbauten der Ende der 50er Jahre gebauten Schule saniert, Kosten 915 000 Euro. Außerdem entstand auf dem Schulgelände ein Neubau für 4,4 Millionen Euro. Die Arbeiten wurden in zwei Bauabschnitten erledigt.

Insgesamt 5,3 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet

Im Neubau sind unter anderem eine Aula sowie Räume für Werkunterricht und Hauswirtschaft untergebracht. Ganz neu wurden auch die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht ausgestattet. Insgesamt 5,3 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet, davon übernahm der Bund 2 Millionen Euro für die Umstellung zum Ganztagsbetrieb. Damit bietet die Schule eine verlässliche Betreuung von 8 bis 16 Uhr an, erklärt Hans Josef Schnitzler: "Die Schüler erleben einen geordneten Tagesablauf und können in den Kursen völlig neue Neigungen an sich selbst entdecken."

Ursprünglich sollte der zweite Bauabschnitt schon Ende vergangenen Jahres fertig werden, verzögert wurden die Arbeiten durch die angespannte, zeitweise unklare Haushaltslage. Der Erste Beigeordnete Michael Heesch zieht dennoch eine positive Bilanz. Mit der 12 Millionen Euro teuren Renovierung beider städtischer Hauptschulen sei die Stadt bei dieser Schulform gut aufgestellt. Deren neue Ausstattung mache selbst die Schulleiter von Realschulen und Gymnasien neidisch, meint Schulausschussvorsitzende Irmintrud Berger (CDU).

Hans-Sachs-Schule feiert am 26. September Schulfest

Der Betrieb in der alten Gustorfer Hauptschule geht mit Auflösung der Dependance ganz zu Ende. Das Gebäude wird abgerissen, auf dem Gelände sollen Wohnhäuser gebaut werden. Währenddessen gibt es am Orkener Standort noch viel zu tun. Wann die Stadt allerdings den geplanten dritten Bauabschnitt in Angriff nimmt, hängt von der Haushaltslage ab. Am Samstag, 26. September, feiert die Hans-Sachs-Schule jedenfalls erst einmal ein Schulfest.

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