Die Stadt plant hinter „Evita-Beach“ eine Anlage für BMX-Fahrer und Skater.

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Die jetzige Skateranlage soll aus der Stadtmitte an den Grevenbroicher Stadtstrand Evita-Beach verlagert und vergrößert werden.

Die jetzige Skateranlage soll aus der Stadtmitte an den Grevenbroicher Stadtstrand Evita-Beach verlagert und vergrößert werden.

Schon im nächsten Sommer könnte Grevenbroich um eine Attraktion für Jugendliche reicher sein: Am Muschelsee soll ein Sport- und Spielpark für Skater und BMX-Fahrer entstehen.

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Die jetzige Skateranlage soll aus der Stadtmitte an den Grevenbroicher Stadtstrand Evita-Beach verlagert und vergrößert werden.

Grevenbroich. BMX-Fahrer, Streetballer und Skater sollen schon bald eine neue Adresse haben: Hinter dem Stadtstrand "Evita-Beach" am Muschelsee ist ein Jugendtreff mit Skaterplatz und BMX-Parcours geplant.

Die Anwohner an der jetzigen Skateranlage fühlen sich teilweise durch die Lärmkulisse gestört. Jugendliche dürfen daher die Strecke an der Graf-Kessel-Straße nur zu bestimmten Zeiten nutzen.

Zwei bis drei neue Geräte wie etwa eine Quarterpipe oder eine Funbox sollen die alte Anlage an neuer Stelle aufwerten. Streetballkorb und Tischtennisplatten werden versetzt. Im Sommer 2010 könnten die Skater dann ihre Tricks und Sprünge am Stadtstrand einstudieren.

Der kleine Hügel am Muschelsee soll in einen neuen BMX-Parcours integriert werden. Anders als in der ehemaligen Abflughalle im Buckauviertel, wo überwiegend BMX-Profis über die Rampen sausten, soll das neue Gelände alle Jugendlichen ansprechen. "Für den öffentlichen Raum müssen wir natürlich entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen", sagt Jugendamtsleiter Wolfgang Hufendiek, der mit der Konzeption für den Sport- und Spielpark betraut ist.

Während für den Parcours sandiger Mutterboden ausreichend ist, muss der Skaterplatz asphaltiert werden. Hufendiek rechnet mit Gesamtkosten von etwa 160000 Euro. Doch das Geld fehlt wegen der katastrophale Finanzlage der Stadt. Um das Projekt dennoch zu realisieren, hofft Hufendiek auf Unterstützung aus Berlin. Bis Ende 2009 fördert das Bau-Ministerium mit insgesamt 1,3 Millionen Euro Modellprojekte, bei denen Jugendliche ihre Stadtviertel mitgestalten und planen.

Für das Projekt "Jugendliche im Stadtquartier" hat die Verwaltung nun einen Antrag gestellt. Bis zum 31.Juli freut sich Hufendiek auf einen positiven Bescheid. "Der Antrag gilt aber zunächst nur für die Beteiligungsform. Werden wir berücksichtigt, haben wir gute Aussichten, dass wir dann auch weiter gefördert werden", erklärt der Jugendamtsleiter.

Jugendliche sollen ihre Wünsche und Ideen einbringen

Mit BMX-Fahrern, Skatern, Jugendförderverein, Streetworkern und Jugendrat seien bereits viele Gespräche geführt worden. Auch eine Zukunftswerkstatt soll eingerichtet werden, um die Wünsche der Jugendlichen einzubringen.

Überzeugt der Antrag, wird der Bund das Projekt zunächst mit 12000 Euro unterstützen. Begeistert das Gesamtkonzept, wird das Projekt weiter gefördert. "Unsere Chancen stehen nicht schlecht. Wenn wir Glück haben, bleibt am Ende nur ein Eigenanteil von zehn Prozent."

Auch ein überdachter Grillplatz ist auf dem Areal vorgesehhen. Ein weiteres Plus: Das Gelände liegt innenstadtnah, durch ein überzeugendes Konzept und eine Zusammenarbeit mit den Betreibern von Evita-Beach könnte man auch die Jugendlichen gewinnen, die jetzt vor dem Rathaus oder auf der Stadtparkinsel "abhängen".

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