Dem Närrischen Sprötz-Trupp ist es wieder gelungen, eine hochkarätige Komiker-Garde ins Festzelt nach Gustorf zu holen.

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Guido Cantz zeigt keine Berührungsängste.

Guido Cantz zeigt keine Berührungsängste.

Guido Cantz zeigt keine Berührungsängste.

Grevenbroich. Viel besser könnte die Einstimmung auf die fünfte Jahreszeit nicht laufen: Die Jecken des Närrischen Sprötz-Trupps Gustorf hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um eine hochkarätige Sitzung mit vielen prominenten Gästen auf die Beine zu stellen. Die Mühe wurde belohnt: Das Festzelt war schon im Vorfeld bis auf wenige Plätze ausverkauft, mehr als 800 Karten gingen weg.

Mit viel Beifall bedacht wurden gleich zu Beginn die Paveier: Die Kölner Mundartband sorgte mit ihren karnevalistischen Hits für ausgelassene Stimmung.

Nach der Proklamation des neuen Dreigestirns mit Prinz Jürgen (Habicht), Bauer Dirk (Stranz) und Ihrer Lieblichkeit Eweline (Ewald Wörmann) marschierte mit dem Porzer Guido Cantz schon der erste Büttenredner auf die Bühne.

Der 39-Jährige kommt immer wieder gern nach Gustorf. Und so nahm er wie so oft auch die Gäste in der ersten Reihe aufs Korn. Selbst ein Fotograf blieb nicht verschont: "Hey du mit dem gestreiften Hemd! Bei Lidl musst du aufpassen, damit ziehen sie dich über die Scannerkasse." Der Comedian erzählte von seinem Söhnchen Paul und überzeugte die Narrenschar mit weiteren Witzen.

Nach Guido Cantz sorgte die Tanzgruppe Gustorf für eine sehenswerte Tanzeinlage. Währenddessen bespaßte Bernd Stelter bereits an der Theke im kleinen Kreis die ersten Gustorfer.

Auf der Bühne überzeugte der Künstler in gewohnter Manier mit guten Pointen. Der eine oder andere Promi wurde durch den Kakao gezogen: "Lachen entspannt, lachen macht frei, das sorgt für entspannte, leicht nach oben gezogene Mundwinkel. Schauen Sie sich die Leute aus Mecklenburg-Vorpommern an, die können das nicht", polterte er in Richtung Bundeskanzlerin.

Der "Bergische Jong" bringt das Publikum im Festzelt zum Singen

Nach der Pause sorgte Diakon Willibert Pauels als "Bergischer Jong" für Furore. Als Kirchenmann hat er seine eigene Art, Glauben zu vermitteln. Angeblich hatte ein Freund mit ihm gewettet, dass es ihm, Pauels, nicht gelingen werde, das Publikum während einer Sitzung zum Singen des Liedes "Grober Klotz, wir hobeln dich, nein, Großer Gott, wir loben dich und direkt im Anschluss - janz ejal..." zu bewegen. Paules hielt dagegen, die Gustorfer sangen aus voller Brust beide Lieder.

Mit den Tanzdarbietungen der Kölner "Zunft Müüs" und Musik der Rabaue ging nach Mitternacht eine tolle Sitzung zu Ende. Auch Jakob Beyen, Vorsitzender des Neusser Karnevalsausschusses, zeigte sich begeistert: "Ein tolles Programm, das haben die Gustorfer wirklich gut gemacht."

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