Neue Gebührenstufe für Gutverdiener. Ausbau der Kita Langwaden noch in der Schwebe.

Städte müssen den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze erfüllen.
Städte müssen den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze erfüllen.

Städte müssen den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze erfüllen.

dpa

Städte müssen den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze erfüllen.

Grevenbroich. Für Eltern mit einem Jahreseinkommen von über 95.000 Euro brutto wird die Kinderbetreuung künftig teurer. Bislang staffelten sich die Elternbeiträge in sieben Stufen, den höchsten Beitrag mussten Eltern mit einem Jahreseinkommen ab 80.000 Euro zahlen. Ab August dieses Jahres gibt es eine achte Stufe.

"Breite Schultern können und müssen einfach mehr leisten", kommentiert Horst Gerbrand (SPD) diese Entscheidung im Jugendhilfeausschuss. Gleichzeitig sinken die Beiträge für alle übrigen Einkommensstufen bei der 35- und 45-stündigen Unter-Dreijährigen-Betreuung.

Teurer Ausbau in Langwaden, doch erst drei Anmeldungen

Ein anderer Punkt, der jetzt im Jugendhilfeausschuss diskutiert wurde, ist der Ausbau der städtischen Kita Langwaden. Hier ist wegen des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren vorgesehen, die Einrichtung im Kindergartenjahr 2010/2011 um eine Gruppenform II (zehn Kinder unter drei Jahren) aufzustocken. Dafür wären umfangreiche Baumaßnahmen notwendig. Deren Kosten liegen bei etwa 408.000 Euro.

 Davon müsste die Stadt zwischen 120.000 und 285.000 Euro tragen. Das Problem: Bislang liegen für die Einrichtung erst drei Anmeldungen für Kinder im Alter von zwei Jahren vor. Bei einer Entscheidung für die Baumaßnahme bestünde die Gefahr, dass hohe Kosten verursacht würden, ohne einen Nutzen zu erbringen. Würde die Baumaßnahme aber gestrichen, hätte dies möglicherweise zur Folge, dass bis 2013 nicht ausreichend U3-Plätze gestellt würden, um den Rechtsanspruch zu erfüllen.

Eine verzwickte Situation, der der Jugendhilfeausschuss mit der Entscheidung begegnete, erst eine genaue Untersuchung des Betreuungsbedarfs im Einzugsgebiet der Kita Langwaden in Auftrag zu geben. "Man sollte erst belastbares Material sammeln, ehe eine Entscheidung für oder gegen einen Ausbau getroffen wird", sagt dazu Hildegard Florack von der UWG.

Abwarten heißt es auch in einer anderen Angelegenheit: Die Verwaltung des Jugendamtes muss bis zum 15. März dieses Jahres die Kibiz-Bedarfsmeldung an das Landesjugendamt geben. Diese Bedarfsmeldung ist Grundlage für die vom Land an die Kommune zu zahlenden Zuschüsse für die Kindertageseinrichtungen in Form von so genannten Kindpauschalen.

Demnach rechnet die Stadt für das Kindergartenjahr 2010/2011 mit 69 Kindern bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen, mit 286 Kindern in der altersgemischten Gruppe (zwei bis sechs Jahre) und 1472 Kindern in der Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen. Welche Auswirkungen diese Zahlen auf den Stellenplan haben, steht noch nicht fest. Es seien jedoch keine großen Veränderungen zu erwarten, ließen Ausschussmitglieder verlauten.

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