Das Unternehmen blickt positiv auf das Jahr 2009 zurück und denkt über Kooperationen mit anderen Anbietern nach.

wza_1379x1331_710782.jpeg
Die Kreiswerke Grevenbroich setzen auf den Sommer und hoffen auch für das Jahr 2010 auf ein Umsatzplus.

Die Kreiswerke Grevenbroich setzen auf den Sommer und hoffen auch für das Jahr 2010 auf ein Umsatzplus.

Archiv

Die Kreiswerke Grevenbroich setzen auf den Sommer und hoffen auch für das Jahr 2010 auf ein Umsatzplus.

Grevenbroich. Die Kreiswerke Grevenbroich werden die Wasserpreise auch in diesem Jahr nicht erhöhen. Damit liegen die Kosten pro Kubikmeter Wasser weiterhin bei 1,48 Euro. Grund für die Preisstabilität ist die gute Jahresbilanz. "Wir sind ein kerngesundes Unternehmen", sagt Geschäftsführer Stefan Stelten. Mit 32,3 Millionen Euro verfügten die Kreiswerke über ein Eigenkapital von über 55 Prozent.

Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf stiegen von 18,837 Millionen Euro im Vorjahr auf 18,841 Millionen Euro. Gewachsen ist der Umsatz bei den Großabnehmern, an welche die Kreiswerke - im Gegensatz zu den Tarifkunden - mehr Wasser lieferten als noch 2008. Insgesamt machte das Unternehmen einen Umsatz von rund 20,9Millionen Euro (2008: 20,6Millionen Euro) und erwirtschaftete einen Gewinn von 2,7Millionen Euro.

Konzessionsabsprache mit Neuss schließt letzte Vertragslücke

Der Gewinn sei jedoch "zu 50 Prozent ein Einmaleffekt", sagt Stelten. Im Dezember 2009 konnten Kreiswerke und Stadt Neuss - dort macht das Unternehmen rund 20 Prozent seines Umsatzes - ihren Konflikt über die Lieferung von Trinkwasser beilegen. In den Jahren zuvor habe das Unternehmen Gelder zurückgelegt, um für einen rückwirkenden Vertragsabschlusses gewappnet zu sein. "Wir mussten aber weniger auszahlen, als gedacht."

Der Vertrag zwischen Neuss und den Kreiswerken gilt bis 2026. Ähnlich lange Vertrags- Laufzeiten hat das Unternehmen mit anderen Anbietern vereinbart. "Damit ist die letzte Vertragslücke geschlossen", sagt Stelten, der zurzeit über neue Kooperationen nachdenkt. Konkret sollen die Pläne in den nächsten Monaten werden.

Kreiswerke setzen auf den heißen Sommer

2010 setzt das Unternehmen jetzt auf den heißen Sommer. Seit Jahresbeginn besuchten rund 90 000 Gäste die Naherholungsanlagen in Kaarst und Straberg. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Besucher dort um 35 412 auf 89 819 gestiegen.

Die Kreiswerke Grevenbroich investierten im vergangenen Jahr vor allem in den Neubau und die Sanierung von Kanälen. So erweiterte oder sanierte das Unternehmen rund 13,6 Kilometer des 960 Kilometer langen Rohrnetzes.

Rund 124 Landwirte und 43 Gärtner kooperieren mit den Kreiswerken, heißt: Sie schützen das Grundwasser vor schädlichen Düngemitteln und erhalten dafür Fördergeld.

Der Rohüberschuss lag mit 105 100Euro um 57 500 Euro über dem Ergebnis des Jahres 2008. Jetzt wollen die Kreiswerke investieren: Vier bis sechs Millionen Euro hat das Unternehmen eingeplant, um zum Beispiel Kanalnetze zu sanieren, wie im vergangenen Jahr bereits in Jüchen geschehen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer