Elf Großfackeln erleuchteten die Innenstadt und begeisterten die Zuschauer.

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Die aufwändig gestalteten Fackeln der Grevenbroicher Schützen bestachen durch Kreativität. (Fotos (2): Marc Ingel)

Die aufwändig gestalteten Fackeln der Grevenbroicher Schützen bestachen durch Kreativität. (Fotos (2): Marc Ingel)

Die aufwändig gestalteten Fackeln der Grevenbroicher Schützen bestachen durch Kreativität. (Fotos (2): Marc Ingel)

Grevenbroich. Diesen Fackelzug werden Axel Holzhausen und Kristina Schwedhelm wohl nie vergessen. Denn am Samstagabend hielt Axel mit Unterstützung seiner Kameraden vom Jägerzug "St. Hubertus" um Kristinas Hand an. Das Ja-Wort fiel um 21.23 Uhr.

Gleich noch einen Grund zum Feiern gab es für die Hubertusschützen mit einem dritten Platz beim Fackelbauwettbewerb. Das Motiv: Raddampfer "MS Huberta", der auf der Erft nach einem Bauplatz für Großfackeln sucht. Rang 2 ging an die Fackelbaugemeinschaft "Jungschützen"/ "Waldeslust" mit ihrem beweglichen Playmobil-Clown. Sieger wurde die Fackelbaugemeinschaft "Rösige Boschte"/"Mer stonn zosamme", die auf ihrer Fackel Pippi Langstrumpf in ein kunterbuntes Rathaus einziehen ließ.

So eine Großfackel baut man nicht mal eben am Feierabend zusammen. Der Jägerzug Semper Fidelis und der Grenadierzug "Schlossgrafen" beispielsweise haben Ende Juni mit dem Bau begonnen. "Dass wir zur Wahl einen Wal machen wollten, stand schnell fest", erinnert sich Fabian Oberbach von den "Schlossgrafen".

Die letzten Arbeiten erledigten sie am Mittwochabend - früh für die Verhältnisse der Fackelbaugemeinschaft, wie Oberbach sagt. Im vorigen Jahr wurde das gemeinsame Werk erst einen Tag vor dem Fackelzug fertig. Die beiden Züge kooperieren zum dritten Mal. Eine Seltenheit, weil Jäger und Grenadiere normalerweise wenig gegenseitigen Kontakt suchen.

Aber auch deshalb, weil es nur noch wenige Fackelbaugemeinschaften gibt. Denn von Schützenfesten früherer Jahrzehnte mit bis zu 20 Fackeln kann der BSV Grevenbroich nur noch träumen. Die Gründe sind vielfältig: etwa das veränderte Freizeitverhalten, zudem ziehen sich erfahrene Züge mit dem Alter aus dem Fackelbau zurück. Hinzu kommen - wie vom Jägerzug "St. Hubertus" augenzwinkernd in Szene gesetzt - die wachsenden Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Hallen für den Bau der mehrere Meter großen Fackeln.

Trotzdem zogen immerhin elf Großfackeln am Samstag durch die dicht gefüllte Innenstadt, vorbei an Tausenden von Zuschauern. Verstärkung erhielten die sieben Grevenbroicher durch vier Gastfackeln aus Kapellen, Wevelinghoven und Hemmerden.

» Am Montag steht nur ein fester Termin auf dem Schützenfest-Programm - und der heißt Frühschoppen. Pünktlich um 11 Uhr spielt die Hardter Blasmusik, gleichzeitig sprudelt der Bierbrunnen an der längsten Theke Grevenbroichs. Ab 15 Uhr heizt dann "DJ Pepi" auf der Tanzfläche ein.

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