Bei einer Urkunde soll es nicht bleiben: Projekte sind geplant.

Sie machten die Partnerschaft offiziell: Roland van Kessel (links) und Klaus Krützen.
Sie machten die Partnerschaft offiziell: Roland van Kessel (links) und Klaus Krützen.

Sie machten die Partnerschaft offiziell: Roland van Kessel (links) und Klaus Krützen.

cka

Sie machten die Partnerschaft offiziell: Roland van Kessel (links) und Klaus Krützen.

Grevenbroich/Kessel. Jetzt ist es offiziell: Die Gemeinde Peel en Maas ist Partnergemeinde der Stadt Grevenbroich. Das besiegelten die Bürgermeister beider Orte am Samstagabend mit ihren Unterschriften auf der Partnerschaftsurkunde. Damit haben sie den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit gelegt, die jetzt weiter ausgebaut werden soll.

Die Stadt Grevenbroich hat in der Vergangenheit bereits Kontakte in den niederländischen Ort Kessel gepflegt, der 65 Kilometer von Grevenbroich entfernt liegt. Da Kessel 2010 gemeinsam mit einigen anderen Orten Teil der neu gegründeten Gemeinde Peel en Maas geworden war, wurde die Freundschaft mit Kessel nun zu einer Partnerschaft mit der ganzen Gemeinde erweitert.

Die Partnerschaft soll auch gelebt werden

Zur Urkunden-Unterzeichnung fuhr eine Delegation von 34 Grevenbroichern in das Tagungszentrum Kasteel de Keverberg im historischen Ortskern von Kessel – darunter Bürgermeister Klaus Krützen, zahlreiche Mitglieder des Grevenbroicher Partnerschaftsvereins um Lothar Zimmermann und Vertreter des Stadtrats. Das Besondere: Die Urkunde unterzeichneten Klaus Krützen und Vize-Bürgermeister Roland van Kessel in der Burg, in der einst die Grafen von Kessel residierten.

Die Grafen gelten als die „Gründerväter“ der Stadt Grevenbroich und als die Menschen, die zu ihrer Zeit für den Bau des Alten Schlosses in der Grevenbroicher Innenstadt sorgten. Kessel in der Gemeinde Peel en Maas und die Stadt Grevenbroich verbindet damit eine spannende, 700 Jahre alte Geschichte, die mit der offiziellen Partnerschaft jetzt um ein neues Kapitel erweitert wird. „Die Partnerschaft soll aber nicht nur auf der Urkunde basieren“, betonte Bürgermeister Klaus Krützen. Es sollten konkrete Projekte angestoßen werden – zum Beispiel auf kultureller Ebene.

Ein Projekt soll im neuen Jahr fortgeführt werden: der Austausch von Menschen mit Behinderungen, die in den Werkstätten in Panningen (Peel en Maas) und Hemmerden arbeiten. „Die Partnerschaft soll sinnvoll sein und noch mehr Tiefe und Bedeutung erhalten“, sagte Vize-Bürgermeister Roland van Kessel, der zufällig den gleichen Namen trägt wie die Grafen. „Ich bin aber kein direkter Nachfahre“, erzählte er schmunzelnd.

Wie Joachim Schwedhelm, Leiter der Abteilung Peel en Maas des Grevenbroicher Partnerschaftsvereins, erklärte, soll die Urkunde in erster Linie eine Willenserklärung von beiden Seiten sein, in Zukunft gemeinsame Projekte in Angriff zu nehmen.

Sport- oder Jugendprojekte könnten verwirklicht werden

„Es könnte auch einen Austausch auf sportlicher Ebene geben. Außerdem könnte die Jugendarbeit künftig eine Rolle in der Partnerschaft spielen“, sagte Schwedhelm, der sichtlich erleichtert war, als die beiden Verwaltungschefs ihre Unterschriften unter die zweisprachigen Urkunden setzten: „Das Werk ist vollbracht.“ Bürgermeister Klaus Krützen: „Ich bin stolz, so eine Partnerschaftsurkunde unterschreiben zu dürfen.“

Er dankte insbesondere den Menschen, die die Freundschaft seit 2002 aufrecht erhalten und immer wieder Treffen organisiert haben – und den Niederländern, die eindeutig besser Deutsch sprechen können als die meisten Grevenbroicher holländisch.

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