Die geplante Erweiterung um die Sparte Strom ist in Grevenbroich umstritten. Mittwoch lud die Stadt zum Dialog.

Viele kamen am Mittwoch in die Erfthalle, um über die Zukunft der GWG informiert zu werden. Unter ihnen waren auch einige Arbeiter des Unternehmens.
Viele kamen am Mittwoch in die Erfthalle, um über die Zukunft der GWG informiert zu werden. Unter ihnen waren auch einige Arbeiter des Unternehmens.

Viele kamen am Mittwoch in die Erfthalle, um über die Zukunft der GWG informiert zu werden. Unter ihnen waren auch einige Arbeiter des Unternehmens.

Uli Engers

Viele kamen am Mittwoch in die Erfthalle, um über die Zukunft der GWG informiert zu werden. Unter ihnen waren auch einige Arbeiter des Unternehmens.

Grevenbroich. Das Gas- und Wasserwerk steht unter Strom. Und das in mehrfacher Hinsicht: Zum einen strebt die GWG eine Erweiterung um eben diese Sparte an. Zum anderen müssen sich die Strippenzieher den Spannungen stellen, die ein solcher Schritt in der Bürgerschaft auslösen könnte.

Um etwaigen Ärgernissen seitens der Einwohner eine Möglichkeit der Entladung zu bieten, aber vor allem, um ausführlich über das Vorhaben zu informieren, luden Verwaltung und Vertreter der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) die Bürger am Mittwoch zum Dialog in die Erfthalle - und etwa 140 kamen.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es durch die Erweiterung nicht geben

Doch bevor die auf der Bühne aufgereihte Expertenriege Rede und Antwort steht, betont Wirtschaftsprüfer Peter Welling die Vorzüge einer solchen Erweiterung der GWG um die Sparte Strom durch die die Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG (NVV). Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der GWG sei Hauptziel. "Es werden einige hunderttausend Euro mehr sein, die dadurch jährlich bei der Stadt ankommen."

Auch der möglichen Angst um den Job, der bei den Angestellten beider Unternehmen vorherrscht, beugt der Wirtschaftsprüfer vor. "Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen", so Welling. Der Fakt, dass die Anteile der SEG am Gas- und Wasserwerk bei der Hinzunahme der Stromsparte von bisher 50 auf 40 Prozent sinken werden, gehe nicht mit wirtschaftlichen Verlusten einher.

Trotzdem erhöhe sich der Gewinn, versicherte er. Zudem habe man vertraglich festgelegt, dass die SEG trotz Minderheitsbeteiligung das gleiche Entscheidungsgewicht besitzen soll wie die NVV.

Die Fragen, die den Bürgern auf den Lippen brennen, sind andere. "Wird dann neben der NVV auch noch die Stadt an der Preisschraube drehen?", so ein Zuhörer. Welling bezweifelt das. "Die Chance, auf das Stromgeschäft Einfluss zu nehmen, ist ein großer Vorteil für die Stadt. Und dies ist auch ein wichtiger Schritt in Hinblick auf die Preisgestaltung."

Eine weitere Frage bezieht sich auf die Qualität der Netze und daraus entstehende Kosten. Auch hier erklärten die Podiumsgäste, dass die NVV ihre Leitungen regelmäßig warte und dies weiter tun werde. Ob nun tatsächlich Strom zu Wasser kommt, zeigt sich am Dienstag, 30.Juni. Dann will der Rat einen Entschluss fassen.

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