In einem Hochhaus Am Hammerwerk brannte es. Mögliche Ursache: Eine Zigarette.

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Evakuierung: Über einen Leiterwagen wurden einige Hausbewohner in Sicherheit gebracht.

Evakuierung: Über einen Leiterwagen wurden einige Hausbewohner in Sicherheit gebracht.

Dieter Staniek

Evakuierung: Über einen Leiterwagen wurden einige Hausbewohner in Sicherheit gebracht.

Grevenbroich. Plötzlich ging für Hausmeister Anton Turrill alles ganz schnell: Als am Mittwoch gegen 18.30 Uhr sein Telefon klingelte, wurde seinem bis dahin noch geruhsam verlaufenen Arbeitstag ein unsanftes Ende gesetzt.

Eine Familie aus der sechsten Etage des siebenstöckigen Hochhauses an der Straßenecke Am Hammerwerk/Rheydter Straße meldete Rauch aus der Gästetoilette ihrer Wohnung. Die Quelle lag hinter einer Abdeckplatte, im Versorgungsschacht der Heizungsleitung.

"Als ich hinein schaute, konnte ich das Feuer nicht sehen, weil alles voller Rauch war", erinnert sich der 57-jährige Hausmeister, der daraufhin gleich die Feuerwehr-Hauptwache an der Lilienthalstraße alarmierte.

Starke Rauchentwicklung behindert die Feuerwehr

Innerhalb weniger Minuten waren 36 Feuerwehrmänner vor Ort, die Bewohner der betroffenen Stockwerke vier, fünf und sechs wurden samt Haustieren zum Teil über Leiterwagen in Sicherheit gebracht. Während die Menschen auf dem Parkplatz warteten, suchten Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken nach dem Brandherd.

Die Suchaktion wurde durch die starke Rauchentwicklung im Versorgungsschacht erschwert. Erst nach etwa 45 Minuten konnte der Herd gefunden und das Feuer mit einem Feuerlöscher erstickt werden.

Anscheinend war Papier, das im Schacht feststeckte, durch eine hineingeworfene Zigarettenkippe entzündet worden. Laut Michael Böckelmann von der Hausverwaltung sei allerdings kein Anwohner ernsthaft in Gefahr gewesen. Gegen 20 Uhr zog die Feuerwehr wieder ab.

Anton Turrill bekam das nicht mehr mit. Der Hausmeister musste mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Auch die meisten Bewohner hatten vom Feuer selbst nichts gesehen.

Wie ein Hausbewohner mitteilt, sei die Evakuierung ruhig und unproblematisch abgelaufen: "Viele von uns haben das Feuer nicht mitbekommen, wir sind mit den Feuerwehrmännern einfach ins Freie gegangen. Richtig Angst hatte niemand."

Bei der Suche des Brandverursachers tappt Böckelmann noch im Dunkeln: "Fakt ist, dass der Brand aus einer der drei überein-anderliegenden Wohnungen verursacht worden sein muss. Denn nur dort gibt es eine direkte Verbindung zum betreffenden Versorgungsschacht. Allerdings wird das wohl niemand zugeben."

Bis auf einen leichten Qualmgeruch erinnerte in den betroffenenen Wohnungen am Donnerstag nichts mehr an den Brand.

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